Kinderspitälern droht der Kollaps

Experten befürchten, dass Behandlungen bald nicht mehr angeboten werden können, weil sie zu teuer sind.

Die Kindermedizin sei bedroht, sagt eine Expertin: Das Universitäts-Kinderspital beider Basel in Basel. (Archivbild)

Die Kindermedizin sei bedroht, sagt eine Expertin: Das Universitäts-Kinderspital beider Basel in Basel. (Archivbild)

(Bild: Keystone Georgios Kefalas)

Kinderspitäler schlagen laut dem «SonntagsBlick» Alarm wegen steigender Defizite. Diese seien auf die Revision des Ärztetarifs Tarmed zurückzuführen, die am 1. Januar 2018 in Kraft trat.

Im Jahr 2018 hätten die sechs grossen Kinderspitäler Zürich, Basel, St. Gallen, Bern, Lausanne und Genf insgesamt ein Defizit im ambulanten Bereich von rund 60 Millionen Franken verzeichnet – ein Anstieg von über zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr. Bei den drei eigenständigen Kinderspitälern Zürich, Basel und St. Gallen seien es sogar rund 25 Prozent mehr gewesen.

«Die Kindermedizin ist akut bedroht», sagt Agnes Genewein (51), Geschäftsführerin der Allianz Kinderspitäler der Schweiz (AllKidS), in der sich die drei eigenständigen Kinderspitäler zusammengeschlossen haben. Es besteht die Gefahr, so heisst es in der Zeitung weiter, dass man hinter das Erreichte zurückfalle und Behandlungen nicht mehr durchführen könne, weil sie zu teuer sind.

roy/sda

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