Klimaschützer kritisieren Edelweiss-Flug zum Nordpol

16 Stunden dauert der Flug, den Edelweiss durchführt. Ziel ist der nördlichste Punkt der Erde. Umweltorganisationen üben scharfe Kritik.

Für einen Rundflug zum Nordpol hat die deutsche Firma Air Event ein Edelweiss-Flugzeug mitsamt Crew gechartert. Die Airline gerät deswegen nun in die Kritik von Umweltschützern.

Für einen Rundflug zum Nordpol hat die deutsche Firma Air Event ein Edelweiss-Flugzeug mitsamt Crew gechartert. Die Airline gerät deswegen nun in die Kritik von Umweltschützern.

Von Zürich aus startet Lufthansa-Tochter Edelweiss am 10. Mai 2019 einen 16-stündigen Rundflug zum Nordpol. Tickets gibt es ab 499 Euro. Begleitet wird der Flug von Polarforschern und Wissenschaftlern, die Hintergrundinformationen und themengerechte Unterhaltung lieferten, schreibt die «Schweiz am Wochenende».

Doch gerade der CO2-Ausstoss von Flugzeugen wird immer wieder von Klimaschützern kritisiert. Dass nun Edelweiss einen Flug zu einer Region durchführt, die vom Klimawandel besonders betroffen ist, kommt deshalb nicht gut an. «Es widerspricht der aktuell herrschenden Debatte rund um die Umweltschäden, welche die boomende Aviatikbranche verursacht», sagt Florian Brunner von der Schweizerischen Energie-Stiftung zur Zeitung.

Rundflug gibt es schon seit zehn Jahren

Auch Greenpeace Schweiz übt Kritik. «Dieses Angebot zielt definitiv in die falsche Richtung, es ist ein No-Go», sagt Georg Klingler, Leiter Klima. Den Gletscherschwund könne man auch in der Schweiz beobachten.

Veranstaltet wird der Rundflug von der deutschen Firma Air Event. Edelweiss sei nicht die Initiantin, sagt ein Sprecher der «Schweiz am Wochenende». Man habe mit Air Event einen Vollcharter-Vertrag abgeschlossen, die Firma entscheide selbst über die kommerzielle Verantwortung, Flugroute und Vermarktung des Fluges.

Die deutsche Firma biete den Flug schon seit zehn Jahren an, heisst es dort. Bisher habe man mit Air Berlin zusammengearbeitet, nach deren Pleite tat sich Air Event mit Edelweiss zusammen. Ziel des Fluges sei es, Bewusstsein über die Treibhauseffekte zu schaffen. Über die Organisation Myclimate würde der CO2 kompensiert. Es gebe am Rundflug ein «durchaus angemessenes Interesse».

(Übernommen von 20min.ch, bearbeitet von thunertagblatt.ch/Newsnetz)

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