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Letztes Jahr wanderten weniger Ausländer ein

Die Zuwanderung in die Schweiz ist erstmals seit fünf Jahren gesunken. Laut einem Bericht der OECD kamen die meisten Einwanderer aus Deutschland.

Letztes Jahr kamen 152'000 Ausländer in die Schweiz: Eine Mitarbeiterin auf der Einwohnerkontrolle sucht einen Ausländerausweis heraus. (Archivbild)
Letztes Jahr kamen 152'000 Ausländer in die Schweiz: Eine Mitarbeiterin auf der Einwohnerkontrolle sucht einen Ausländerausweis heraus. (Archivbild)
Christian Beutler, Keystone

Im letzten Jahr sind zum ersten Mal seit 2009 weniger Ausländer in die Schweiz eingewandert als im Jahr zuvor. Die Asylgesuche haben dagegen zugenommen.

23'800 Menschen haben 2014 in der Schweiz einen Antrag auf Asyl gestellt. Das sind 11 Prozent mehr als 2013. Die meisten Asylsuchenden kamen laut dem Migrationsbericht der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) aus Eritrea (6900). An zweiter Stelle folgen Syrer (3800) und Menschen aus Sri Lanka (rund 1300).

Auch 2013 waren die meisten Asylsuchenden Eritreer, gefolgt von Syrern und Nigerianern. In 6200 Fällen gewährten die Behörden laut der OECD Asyl (2013: 3200), was einer Anerkennungsrate von 25 Prozent entspricht (2013: 15 Prozent). 2013 wurden 21'500 Asylgesuche registriert. 2012 waren es 28'600 gewesen.

Zuwanderung ist gesunken

Total hielten sich im letzten Jahr 1,95 Millionen Ausländer in der Schweiz auf. Dies entspricht 24 Prozent der Schweizer Gesamtbevölkerung. Die meisten davon sind Italiener (16 Prozent) und Deutsche (15 Prozent). Danach folgen Portugiesen (14 Prozent) und Franzosen (6 Prozent).

Im vergangenen Jahr kamen insgesamt 152'000 Ausländer in die Schweiz für einen Daueraufenthalt. Das sind 2 Prozent weniger als 2013. Damit ist die Zuwanderung erstmals seit 2009 gesunken. Drei Viertel der Neuankömmlinge sind Bürger aus EU/Efta-Ländern.

Die meisten Menschen kommen aus Deutschland (16 Prozent) und Italien (12 Prozent), gefolgt von Portugal (10 Prozent) und Frankreich (9 Prozent). Während 64 Prozent der Bürger aus EU/Efta-Ländern kommen, um zu arbeiten, ist der Hauptgrund für die Zuwanderung aus Nicht-EU/Efta-Ländern der Familiennachzug.

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SDA/ij

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