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Liechtensteiner Firmen wünschen sich Sonderbehandlung

Wenn Unternehmen aus dem Fürstentum in der Schweiz wirtschaften wollen, müssen sie die gleichen Prozeduren durchlaufen wie Firmen aus der EU. Das stört die Liechtensteiner, wie sie heute dem Bundesrat mitteilten.

Liechtenstein ist nicht zufrieden mit der Behandlung seiner Unternehmen in der Schweiz. Das Problem war am Donnerstag Thema des Arbeitstreffens von Bundesrat Johann Schneider-Ammann mit seinem Liechtensteiner Ministerkollegen Martin Meyer in Vaduz.

Stein des Anstosses sind die flankierenden Massnahmen der Schweiz im freien Personenverkehr. Unternehmen aus dem Fürstentum, die Aufträge in der Schweiz annehmen, müssen eine mehrstufige Melde- und Bewilligungsprozedur durchlaufen. Neu kommt eine Kautionszahlung von mehreren tausend Franken dazu.

«Unsere Unternehmer verstehen nicht, dass sie von der Schweiz gleich behandelt werden wie Firmen aus der Europäischen Union», sagte Wirtschaftsminister und Regierungschef-Stellvertreter Martin Meyer vor den Medien. Die beiden Länder würden schliesslich eine Zoll- und Währungsunion bilden.

Schneider-Ammann stellte klar: «Die flankierenden Massnahmen gelten für alle Länder.» Er habe aber mit Wirtschaftsminister Meyer Verbesserungsmöglichkeiten diskutiert. Im weiteren besprachen die Minister die wirtschaftliche Zusammenarbeit und die teilweise gemeinsame Standortförderung durch Schweizer Organisationen.

Bundesrat Schneider-Ammann traf sich zudem zu kurzen Gesprächen mit Erbprinz Alois, Regierungschef Klaus Tschütscher und Aussenministerin Aurelia Frick.

Starker Franken als Anreiz für Innovationen

Bei seinem Besuch hatte Schneider-Ammann auch am liechtensteinischen Unternehmertag an der Universität in Vaduz gesprochen und für ein Zusammengehen von Politik und Wirtschaft plädiert. «Gemeinsam können wir zu neuen Erfolgen schreiten», betonte der Volkswirtschaftsminister.

Erfolge seien möglich durch Innovation und Bildung, durch die Liberalisierung des Handels sowie durch die Standortförderung. Zur Innovation sagte Schneider-Ammann: «Sie müssen Geistesblitze zu Geld machen.» Weiter rief er die Unternehmer auf, aus der Not eine Tugend zu machen: Der starke Franken müsse zusätzlicher Anreiz sein, noch innovativer zu werden.

Nach der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/09, welche die Schweiz und eine Reihe anderer Länder weitgehend hinter sich gelassen hätten, müsse man das Rad nicht neu erfinden, sagte Schneider- Ammann. Politik und Wirtschaft hätten ein klares Ziel vor Augen: eine Wirtschaft mit wettbewerbsfähigen Unternehmen, sichere Arbeitsplätze und Wohlstand.

(SDA)

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