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Lob für die Schweiz bei der Pressefreiheit

Die Schweiz befindet sich mit fünf weiteren europäischen Ländern an der Spitze der Liste der höchsten Pressefreiheit. Frankreich, Italien oder Griechenland rangieren dagegen auf sehr viel tieferen Plätzen.

Die Schweiz belegt bei der Liste von Reporter ohne Grenzen einen der obersten Plätze: Zeitungen in der Schweiz.
Die Schweiz belegt bei der Liste von Reporter ohne Grenzen einen der obersten Plätze: Zeitungen in der Schweiz.
Keystone

Reporter ohne Grenzen hat sechs europäische Länder für ihre Umsetzung der Pressefreiheit gelobt. Finnland, Island, die Niederlande, Norwegen, Schweden und die Schweiz stünden seit der Einrichtung der Liste 2002 an deren Spitze.

Diese Länder setzten ein Beispiel für die Achtung von Journalisten und den Schutz der Medien, erklärte die Organisation am Dienstag in New York bei der Vorstellung ihrer aktuellen Länder- Rangliste. Die Europäische Union laufe aber Gefahr, ihre Führungsposition bei der Wahrung der Pressefreiheit einzubüssen.

Nicht alle europäischen Ländern auf den ersten Rängen

Zwar seien 13 der 27 Mitgliedsstaaten unter den Top 20 vertreten, die anderen 14 rangierten aber deutlich weiter unten: so etwa Frankreich auf Rang 44, Italien auf Platz 49, Rumänien auf Platz 52 und Griechenland sowie Bulgarien - mit Benin, Kenia und den Komoren - gemeinsam auf Rang 70.

Die Verteidigung der Pressefreiheit sei weiterhin ein Kampf - ein Kampf der Wachsamkeit in den Demokratien des alten Europas und ein Kampf gegen Unterdrückung und Ungerechtigkeit in den totalitären Regimen weltweit, erklärte der Generalsekretär von Reporter ohne Grenzen, Jean-François Julliard, in dem Jahresbericht.

Eritrea auf dem letzten Platz

Das Schicksal von Menschenrechtsaktivisten, Journalisten und Bloggern, die mutig das Recht auf freie Meinungsäusserung verteidigten, sei die stete Sorge der Organisation. Julliard rief in diesem Zusammenhang China dazu auf, den mit dem Friedensnobelpreis geehrten Bürgerrechtler Liu Xiaobao aus der Haft zu entlassen.

Zu den Schlusslichtern unter den 178 Staaten zählen neben China Nordkorea, Burma, der Iran sowie Jemen, der Sudan, Turkmenistan und - zum vierten Mal in Folge auf dem letzten Platz - Eritrea. Erstmals unter den letzten Zehn vertreten sind Syrien und Ruanda.

Es werde immer schwieriger zu sagen, wo die Lage für die Pressefreiheit am schlimmsten sei, erklärte die Organisation mit Sitz in Paris. In allen zehn Staaten würden die Medien verfolgt, den Bürgern würden Nachrichten und Informationen vorenthalten.

(SDA)

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