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Mit Prostitutionsverbot auf dem Holzweg

In der Schweiz hat ein Verbot der Prostitution kaum eine Chance. Im Gegenteil: Im Parlament sind zwei Vorstösse hängig, die für die Rechte der Dirnen sogar das Bundesgericht attackieren.

Ihr im Dezember 2012 eingereichtes Postulat löst nachträglich einigen Wirbel aus: Nationalrätin Marianne Streiff-Feller (EVP, BE).
Ihr im Dezember 2012 eingereichtes Postulat löst nachträglich einigen Wirbel aus: Nationalrätin Marianne Streiff-Feller (EVP, BE).
Marcel Bieri, Keystone
«Mein Postulat fordert das exakte Gegenteil des Postulats von Frau Streiff»: Andrea Caroni (FDP, AR).
«Mein Postulat fordert das exakte Gegenteil des Postulats von Frau Streiff»: Andrea Caroni (FDP, AR).
Peter Schneider, Keystone
«Wir sind entsetzt, wie uns Frau Streiff instrumentalisiert hat. Wir wollen einen Bericht, aber sicher kein Verbot»: Nationalrat Carlo Sommaruga (SP, GE).
«Wir sind entsetzt, wie uns Frau Streiff instrumentalisiert hat. Wir wollen einen Bericht, aber sicher kein Verbot»: Nationalrat Carlo Sommaruga (SP, GE).
Gaetan Bally, Keystone
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Schweden bestraft Freier, wenn sie Prostituierte für Sex bezahlen. In Frankreich und Irland werden ähnliche Verbote geprüft, und die Feministin Alice Schwarzer verlangt, Freier in ganz Europa unter Strafe zu stellen. Seit gestern Sonntag könnte man annehmen, dass das auch in der Schweiz ein realistisches Szenario ist. «43 Nationalräte fordern Prostitutionsverbot», heisst es auf der Frontseite der «Schweiz am Sonntag». Ein Schweizer Vorstoss für ein Verbot sei «breit abgestützt».

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