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Nobelpreisträger bilden Komitee gegen die Abschottung

Vor der Abstimmung zur SVP-Initiative war von den Schweizer Wissenschaftlern nicht viel zu hören gewesen. Nun schalten sie sich offiziell in die Politik ein.

«Wir wollen aufzeigen, wie international vernetzt wir sind», sagt der Zürcher Neurowissenschafter Adriano Aguzzi. (Archivbild)
«Wir wollen aufzeigen, wie international vernetzt wir sind», sagt der Zürcher Neurowissenschafter Adriano Aguzzi. (Archivbild)
Keystone

Nach dem Aufruf von 100 Intellektuellen für eine «Schweiz in Europa» und der von jungen Erwachsenen getragene Operation Libero für eine liberale, offene Schweiz formiert sich auch in der Wissenschaft ein Komitee, das sich nach dem Ja zur Zuwanderungsinitiative in die politische Diskussion einmischen will. Rund um den Zürcher Neurowissenschafter Adriano Aguzzi hat sich die Aktion «Forschung in einer weltoffenen Schweiz» gebildet, wie die «NZZ am Sonntag» berichtet. Sie richtet sich gegen politische Abschottungstendenzen.

Vor der Abstimmung zur SVP-Initiative war die Wissenschaft in der Diskussion kaum zu vernehmen. Das soll sich mit der Aktion ändern: «Wir wollen aufzeigen, wie international vernetzt wir sind, wie stark die jungen Forscher im globalen Wettbewerb stehen und auf weltweiten Austausch angewiesen sind», sagt Aguzzi. So ist die Gründung von Aktionsgruppen geplant, bestehend aus dem akademischen Mittelbau, der mit vielfältigen Aktionen die Anliegen des Forschungsplatzes in den öffentlichen Diskurs einbringen soll.

Hinzu kommt ein Patronatskomitee mit renommierten Forschern, das sich zurzeit formiert. Laut Aguzzi sind bereits vier Nobelpreisträger beigetreten: die Chemiker Richard Ernst und Kurt Wüthrich, der Mediziner Rolf M. Zinkernagel und der am IBM-Forschungslabor Rüschlikon tätige Physiker Georg Bednorz. Ebenfalls dabei sind die Spitzen der ETH in Zürich und Lausanne, Lino Guzzella und Patrick Aebischer.

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