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Olympia-Kandidatur: 410 Millionen Franken für Sicherheit

Die Olympischen Winterspiele 2022 würden die Schweiz teuer zu stehen kommen. Die Bevölkerung dürfte trotzdem nicht darüber abstimmen – wie Bundesrat Maurer der «SonntagsZeitung» erklärt.

Unterstützt die Kandidatur für die Winterspiele: Bundesrat Ueli Maurer. (14. September 2012)
Unterstützt die Kandidatur für die Winterspiele: Bundesrat Ueli Maurer. (14. September 2012)
Keystone

Die Gesamtkosten für die Sicherheit an den Olympischen Winterspielen 2022 würden sich laut Informationen der «SonntagsZeitung» auf 410 Millionen Franken belaufen. Davon müsste die öffentliche Hand 249,6 Millionen Franken bezahlen. Besonders teuer wäre es für den Kanton Graubünden. Die potenziellen Kosten: 182,5 Millionen Franken. Das zeigt ein Bericht, der bisher in der Öffentlichkeit keine Beachtung gefunden hat.

Das Schweizer Volk wird jedoch nie über Olympia abstimmen, wie Bundesrat Maurer im Interview mit der «SonntagsZeitung» erklärt. Sagen die Bündner am 3. März Ja zu Olympia, entscheide die Bundesversammlung nächsten Sommer über eine Kreditvorlage, welche nicht dem Referendum untersteht. Jetzt formiert sich gegen das Vorgehen von Bundesrat Ueli Maurer politischer Widerstand – auch bei Olympia-Befürwortern.

Schweizer für Olympia-Kandidatur

Trotzdem: Die Mehrheit der Schweizer will Olympia 2022 in Graubünden. Dies zeigt eine repräsentative Umfrage, welche das Meinungsforschungsinstitut Gallup im Auftrag des «SonntagsBlick» durchgeführt hat. Gallup hat 1033 Personen befragt, ob die Schweiz beim Internationalen Olympischen Komitee (IOK) eine Kandidatur einreichen soll. 54,6 Prozent der Befragten aus der ganzen Schweiz sagen Ja. 45,4 Prozent sind dagegen. Je jünger die Schweizer, desto olympiafreundlicher: 74 Prozent der unter 35-Jährigen wollen die Winterspiele nach 1928 und 1948 zum dritten Mal in die Schweiz holen.

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