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RAV sind nicht gerüstet für Inländervorrang light

Der Vorrang für inländische Stellensuchende kann 2018 nur beschränkt starten. Es fehlt die Software zur effizienten Vermittlung.

Künftig müssen Arbeitgeber freie Stellen melden in Berufen ab einer landesweiten Arbeitslosenquote von 5 Prozent.
Künftig müssen Arbeitgeber freie Stellen melden in Berufen ab einer landesweiten Arbeitslosenquote von 5 Prozent.
Peter Klaunzer/Keystone

Nach langem Ringen über die Umsetzung der Masseneinwanderungsinitiative hat sich das Parlament auf den Inländervorrang light geeinigt. Doch dieser Vorrang für Bewerber aus der Schweiz bei Stellenbesetzungen lässt sich kaum wie geplant ab Anfang 2018 voll umsetzen. Denn die regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) sind für die Unmenge an erwarteten Dossiers nicht gerüstet, wie die «SonntagsZeitung» berichtete.

Künftig müssen Arbeitgeber freie Stellen melden in Berufen ab einer landesweiten Arbeitslosenquote von 5 Prozent. Die RAV haben dann drei Tage dafür Zeit, den Firmen geeignete Kandidaten vorzuschlagen. Das Staats­sekretariat für Wirtschaft (Seco) geht nach dem Bericht davon aus, dass jährlich etwa 218 000 offene Stellen gemeldet werden müssen. Das sind rund 180'000 mehr, als in den betreffenden Berufen 2016 freiwillig gemeldet wurden.

Für den Mehraufwand sollen rund 270 neue Stellen in den RAV geschaffen werden. Doch dies reiche nicht aus: «Die jetzige IT ist für die Menge an Dossiers in der kurzen vorgegebenen Frist ineffektiv», zitierte die Zeitung Bruno Sauer, Präsident des Verbands Schweizerischer Arbeitsmarktbehörden. So ist der Abgleich von Bewerberprofilen mit den offenen Stellen nicht automatisiert, und die Fähigkeiten sind zu wenig genau erfasst.

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