Zum Hauptinhalt springen

Roche gibt Corona-Test gratis ab

Die Viren verbreiten sich rasant. Der Pharmakonzern will nicht lange über die Preise verhandeln.

Alich Holger
Dieser Corona-Test ist positiv (29. Januar 2020). Foto: Dado Ruvic/Reuters
Dieser Corona-Test ist positiv (29. Januar 2020). Foto: Dado Ruvic/Reuters

Roche ist einer der ersten Konzerne, der einen Schnelltest zur Entdeckung des Coronavirus entwickelt hat. Doch ein grosses Geschäft werde das nicht, sagte Roche-Chef Severin Schwan am Donnerstag beim Mediengespräch anlässlich der Resultate. «Wir geben den Test gratis ab, denn Viren verbreiten sich exponentiell, da können Sie nicht lange mit Kliniken über Preise verhandeln», sagte Schwan.

«Vom Geschäft her können Sie das vergessen», so Schwan, «allerdings hilft uns das enorm bei unserer Reputation, wir bauen sehr viel Goodwill bei Kunden und Behörden auf», erklärt er. «Mich sprechen heute noch Kunden und Regierungsvertreter darauf an, als wir bereits bei der Sars-Krise mit Tests schnell geholfen haben.»

Severin Schwan ist einer der wenigen CEOs, der auch zu politischen Fragen klar Position bezieht. So erteilt er der Begrenzungsinitiative, welche die Kündigung des Freizügigkeitsabkommens mit der EU verlangt, eine klare Absage. «Für uns ist die Personenfreizügigkeit matchentscheidend», sagte Schwan. «Es ist vollkommen illusorisch, in einem kleinen Land wie der Schweiz den Bedarf an Forschern decken zu wollen.» Über 50 Prozent der Mitarbeiter aus Forschung und Entwicklung, die in der Schweiz arbeiten, sind Ausländer.

Die Annahme der Initiative hätte «erhebliche» Auswirkungen, warnte Schwan. Es drohe der Bruch mit der EU. Die Regulierung der Kontingente für die Zuwanderung sei keine Lösung. Der Zuzug von Ausländern aus Nicht-EU-Ländern, sogenannten Drittstaaten, ist bereits heute mit Kontingenten geregelt. «Mit diesem System haben wir Erfahrung, es funktioniert nicht», so Schwan.

Dieser Artikel wurde automatisch auf unsere Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch