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Sawiris gibt Schweizern den Vorzug

Mit einer durchdachten Taktik will Samih Sawiris jenen entgegentreten, die seine Befreiung von der Lex Koller kritisieren. Den Verkauf der Ferienwohnungen in Andermatt beschränkt er vorerst auf die Schweiz.

Start des Tourismusprojekts von Ende September: Schaufelbagger nehmen den Spatenstich vor.
Start des Tourismusprojekts von Ende September: Schaufelbagger nehmen den Spatenstich vor.
Keystone

Wie viele Einheiten er schon vor dem offiziellen Verkaufsstart an den Mann oder die Frau gebracht habe, wollte Sawiris vor den Medien in Zürich nicht verraten. Sie seien jedenfalls alle an Schweizer gegangen. Sein Ziel sei, bis Ende Jahr 100 Apartments, Wohnungen oder Villen zu verkaufen.

Bis Ende Sommer unternehme man ausserhalb der Schweiz bewusst nichts, um Verkäufe zu fördern. Damit gebe man den - häufig zurückhaltenderen - Schweizern den Vortritt und vermeide, dass diese dann das Nachsehen hätten, wenn rasch viele Wohnungen und Häuser ins Ausland verkauft würden.

«Ich gebe zu, es ist eine Taktik», sagte Sawiris. Er wolle «langfristig im Land willkommen» sein. Falls die Verkäufe in der Schweiz gut liefen und die Lex-Koller-Befreiung sich als nicht notwenig herausstelle - umso besser.

Die bisher erreichte Aufmerksamkeit sei grösser als erwartet, sagte der Unternehmer, räumte aber ein: «Am Ende zählen nur Unterschrift und Überweisung.»

In der geplanten Siedlung ist eine Zone für Leute reserviert, die das ganze Jahr in Andermatt leben und damit nicht zuletzt für die Belebung des Feriendorfs sorgen.

Diese Wohnungen seien deutlich günstiger als die Ferienwohnungen, sagte Thorsten Wieting von der Andermatt Swiss Alps AG. Dieses Unternehmen baut den Ferienort und ist zu 100 Prozent im Besitz von Sawiris' Orascom Development Holding.

Start von offiziellem Verkauf

Mit der Eröffnung eines Showrooms am kommenden Montag mitten in Zürich startet der offizielle Verkauf der Apartments und Häuser - ab Plan: Gebaut wird nach Sawiris bewährter Maxime nur, was verkauft ist. Bei Mehrfamilienhäusern müssen 50 Prozent der Wohnungen weg sein.

Vorerst geht es um zwei Häuser mit insgesamt 27 Wohnungen zu 1,2 bis 3,5 Millionen Franken sowie einige Einheiten im künftigen Nobelhotel Chedi Andermatt im alten Dorf. Für die Verkäufe zuständig sind die Immobilienfirmen Ginesta Immobilien AG sowie Walde und Partner Immobilien AG. Im Herbst 2013 sind die ersten Einheiten bezugsbereit.

In den Showrooms in Zürich und Andermatt geben grosse Modelle einen Eindruck vom geplanten Dorf im Endausbau. Dieses soll dereinst sechs Hotels, rund 500 Wohnungen in 42 Häusern sowie 25 Villen umfassen. Dazu kommen ein Golfplatz, ein Sport- und Freizeitzentrum sowie eine Konferenz- und Konzerthalle. Und schliesslich wird laut Wieting auch der Bahnhof Andermatt attraktiv umgestaltet.

Anmeldungen für einen Termin in einem Showroom über Telefon +41- 58-211 04 00 oder info@showroom-andermatt.ch

SDA/bru

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