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Schweizer Hochseeschiffe in drei Unfälle verwickelt

Die SUST untersucht derzeit drei Vorfälle mit Schweizer Hochseeschiffen. Betroffen ist eine in Schieflage geratene Reederei.

Die Schweizer Hochseeflotte umfasste noch vor drei Jahren 47 Schiffe. Dazu gehörten Massengutfrachter, Mehrzweckschiffe und Frachter. Hier die MCT Stockhorn der Swiss Chem Schifffahrts AG.
Die Schweizer Hochseeflotte umfasste noch vor drei Jahren 47 Schiffe. Dazu gehörten Massengutfrachter, Mehrzweckschiffe und Frachter. Hier die MCT Stockhorn der Swiss Chem Schifffahrts AG.
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Anfänge: Nachdem 1941 das schweizerische Seerecht verabschiedet wurde, war der Handelsfrachter Calanda das erste Schiff, das am 2. April 1941 in das nationale Schiffsregister aufgenommen wurde.
Anfänge: Nachdem 1941 das schweizerische Seerecht verabschiedet wurde, war der Handelsfrachter Calanda das erste Schiff, das am 2. April 1941 in das nationale Schiffsregister aufgenommen wurde.
Photo Archiv SwissShips
Die Jugendlichen sollten nach ihrem Aufenthalt auf der Salomon in eine reguläre Ausbildung oder Arbeit eingebunden werden. Das Projekt der Stiftung Jugendschiffe Schweiz und der Haus Wildfang GmbH wurde im November 2017 beendet
Die Jugendlichen sollten nach ihrem Aufenthalt auf der Salomon in eine reguläre Ausbildung oder Arbeit eingebunden werden. Das Projekt der Stiftung Jugendschiffe Schweiz und der Haus Wildfang GmbH wurde im November 2017 beendet
Convex Media/Youtube
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Die in die Krise geratene Schweizer Hochseeflotte ist letztes Jahr in drei Unfälle verwickelt gewesen. In einem Fall wurden zwei Seeleute schwer verletzt. Insgesamt untersucht die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle (SUST) vier Unfälle mit Hochseeschiffen. Die berichtet die Sendung «HeuteMorgen» von Radio SRF.

Seit 1959 gewährt der Bund im Rahmen des Landesversorgungsgesetzes Bürgschaften an Reedereien in der Hochsee-Schifffahrt. Zuletzt erneuert wurden die Bürgschaften 2008. Damals schätzte der Bundesrat das Risiko noch als gering ein. Inzwischen steckt die Hochseeschifffahrt aber weltweit in der Krise. Über 200 Millionen Franken muss der Bund zurzeit zahlen, um eine in Schieflage geratene Reederei zu finanzieren (siehe Infobox).

Die drei Unfälle wurden ausgerechnet von Schiffen jener Reederei verursacht. Sie muss die Schiffe verkaufen, weil sie wirtschaftlich nicht mehr betrieben werden können. Die Reederei betont laut SRF, die Behörden vorschriftsgemäss über die Unglücke informiert zu haben.

Hauptmaschine explodiert

Der gravierendste Vorfall ereignete sich laut Bericht in Portugal. Die SCL Basilea geriet in schwere See. Zwei Crew-Mitglieder seien dabei schwer verletzt worden, Kapitän und Mannschaft hätten sich jedoch ordnungsgemäss verhalten.

Grob fahrlässig hingegen soll die Besatzung der MV Sabina gehandelt haben. Vor zwei Jahren sei das Schiff vor der Insel Bornholm in Dänemark auf Grund gelaufen. Verantwortliche Offiziere hätten die Brücke «unzulässig verlassen», wie die Reederei schreibt. Ein Jahr später explodierte im selben Schiff die Hauptmaschine und es kam zu einem Brand im Motorraum. Bei diesem Vorfall sei menschliches Versagen aber auszuschliessen.

Die detaillierten Unfallursachen und allfällige Zusammenhänge und Gemeinsamkeiten werden derzeit noch abgeklärt, wie SUST-Leiter Daniel Knecht dem SRF erklärt. Für Schlussfolgerungen sei es noch zu früh. Die abschliessenden Berichte sollen im Frühling 2018 veröffentlicht werden.

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