Zum Hauptinhalt springen

Schweizer Imagepolitur in Brüssel

Die Schweiz will das Image der «Rosinenpickerin» und des «Steuerparadieses» loswerden. Hierfür gehen der Bund und Economiesuisse bis nach Brüssel.

«Rosinenpickerin» oder «Steuerparadies» sind Begriffe, mit denen die Schweiz innerhalb der EU gerne bezeichnet wird. Um dieses Image aufzubessern und den Kenntnisstand über die Schweiz in Brüssel zu erhöhen, soll eine neue Kommunikationsstrategie helfen.

Unabhängig voneinander erarbeiteten das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) sowie der Wirtschaftsdachverband Economiesuisse Konzepte, wie sich die Schweiz im Kampf um Aufmerksamkeit bei den EU-Institutionen und -Medien besser positionieren kann.

Die Ideen wollen nun Economiesuisse und die Schweizer Mission bei der EU in Brüssel am 17. Juni «interessierten Kreisen» vorstellen, wie verschiedene Westschweizer Medien diese Woche berichteten. «Die EU ist die wichtigste Partnerin der Schweiz», sagte EDA- Informationschef Lars Knuchel dazu am Donnerstag auf Anfrage.

«Intensiviert Fakten vermitteln»

Das Wissen über die Schweiz und die Bedeutung der Beziehungen Schweiz-EU sei bei vielen Entscheidungsträgern in Brüssel nicht sehr gross. Dies will das EDA ändern, «indem intensiviert Fakten vermittelt werden». Eine aktive Informationspolitik ist in Brüssel üblich. Deshalb «ist sie auch für die Schweiz wichtiger Bestandteil einer effizienten Interessenspolitik», erklärte Knuchel weiter.

Zentrale Ansprechpartner der neuen Kommunikationsstrategie gibt es einige: Ins Auge fasst das EDA Leitmedien auf EU-Ebene, Entscheidungsträger in der Europapolitik und neue Zielgruppen wie das EU-Parlament oder den noch zu bildenden Europäische Auswärtige Dienst.

Promotions-Plattform in Brüssel

Ansätze zur Umsetzung der Strategie werden in der Einladung angetönt, die von Botschafter Jacques de Watteville und dem economiesuisse-Vertreter in Brüssel, François Baur, unterzeichnet ist. Verschiedene Anlässe und die Schaffung einer Promotions-Plattform sollen helfen, das Image der Schweiz in Brüssel aufzupolieren.

SDA/jak

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch