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Schweizer Krankenwagen für Jordanien

Bundespräsidentin Leuthard hat beim Besuch in Amman ein erstes Abkommen unterzeichnet. Das jordanische Rettungswesen soll mit Schweizer Hilfe ausgebaut werden.

Erste Ergebnisse: Doris Leuthard an der Pressekonferenz mit dem jordanischen Premierminister Samir Refai.
Erste Ergebnisse: Doris Leuthard an der Pressekonferenz mit dem jordanischen Premierminister Samir Refai.
Keystone
Eine begleitete Führung: Die Bundespräsidentin auf dem Zitadellenhügel von Amman.
Eine begleitete Führung: Die Bundespräsidentin auf dem Zitadellenhügel von Amman.
Keystone
Lächeln für die Kameras: Leuthard und der jordanische König vor den Medien.
Lächeln für die Kameras: Leuthard und der jordanische König vor den Medien.
Keystone
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Die Schweiz liefert Jordanien rund 100 Krankenwagen und hilft damit bei der Verbesserung des Rettungswesens in dem Königreich. Bundespräsidentin Doris Leuthard unterzeichnete am Dienstag ein entsprechendes Abkommen. Auf jordanischer Seite setzte der Minister für Planung und internationale Zusammenarbeit, Jafar Hassan, seine Unterschrift unter das Dokument. Die Schweizer Fahrzeuge werden noch den geografischen und klimatischen Bedingungen in Jordanien angepasst.

Schweizer Experten werden auch den jordanischen Zivilschutz ausbilden im Umgang mit den Krankenwagen. Die Kosten dieses Hilfsprojekts belaufen sich auf 18 Millionen Franken, zur Hälfte vom Bund bezahlt und zur anderen Hälfte in Form eines Kredits von Schweizer Banken. Die Projektdauer ist angesetzt von Anfang 2011 bis Mitte 2013. Nach Unterzeichnung des Abkommens stattete Leuthard einen Höflichkeitsbesuch beim jordanischen Senatspräsidenten Taher Masri ab.

Bewegende Flüchtlingsschicksale

Anschliessend besuchte sie ein Lager der UNO-Behörde für palästinensische Flüchtlinge (UNRWA) in Bakaa. Die Schweiz unterstützt die UNRWA mit jährlich 14 Millionen Franken, 7,2 Millionen davon gehen nach Jordanien. UNRWA-Generalkommissar Filippo Grandi sagte beim Besuch Leuthards, ohne eine Lösung des Problems der palästinensischen Flüchtlinge gebe es keinen Frieden im Nahen Osten. Flüchtlinge schilderte gegenüber dem hohen Besuch aus der Schweiz ihren Leidensweg und ihre Entwurzelung.

Bundespräsidentin Leuthard versicherte ihnen, die Schweiz nehme das Flüchtlingsproblem der Palästinenser sehr ernst. Gleichzeitig appellierte sie aber an die Kompromissbereitschaft aller Seiten um einen neuen Konflikt zu vermeiden. Bei Gesprächen mit Familien und Kindern zeigte sich Leuthard stark beeindruckt von ihrem Schicksal. Der Augenschein im Lager fördere das bessere Verständnis für die Lage der Flüchtlinge, sagte Leuthard.

Bis Mittwoch in Jordanien

In dem Lager leben rund 100'000 palästinensische Flüchtlinge, viele schon seit Jahrzehnten. Aus Anlass des Besuchs der Schweizer Bundespräsidentin hatte Jordaniens Polizei und Armee das Lager geschlossen und scharf bewacht. Leuthards Rückreise in die Schweiz nach Abschluss des zweitägigen Jordanien-Besuchs ist für Mittwoch vorgesehen.

SDA/jak

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