So sieht die Autobahnvignette 2020 aus

Welche Farbe hat sie diesmal? Das Geheimnis ist gelüftet.

Welcher Ton aus der Farbpalette darf es denn sein? 2020 wird es Rot metallic – und der Specimen-Schriftzug kommt natürlich noch weg. Bild: EZV

Welcher Ton aus der Farbpalette darf es denn sein? 2020 wird es Rot metallic – und der Specimen-Schriftzug kommt natürlich noch weg. Bild: EZV

Gregor Poletti@tamedia

Sie wechselt jährlich ihr Antlitz und begleitet jeden Autofahrer ein Jahr lang, die Autobahnvignette. Das nächste Jahr wird sie in einem Rot metallic erstrahlen und die Windschutzscheiben zieren. Eine Botschaft oder eine Aussage verbindet die Herstellerin, die eidgenössische Zollverwaltung (EZV), damit nicht. Einziges Kriterium: sie muss sich deutlich von den Vignetten der beiden Vorjahre unterscheiden.

2017 gelang Beat Rohner, Fachspezialist bei EZV, ein besonderer Coup: Die Farbe des hellgrünen Klebers für das Jahr 2017 war nahezu identisch mit der Farbe des Jahres, «Greenery 15-0343». Die Farbe des kommenden Jahres wird jeweils im Herbst bestimmt, die Farbe der Vignette viel früher. Zumal die Autobahnvignetten auch noch gedruckt werden müssen, bevor sie jeweils ab dem 1. Dezember ins Verkaufsregal kommen.

Und das sind einige: Jährlich werden laut der Zolldirektion rund 10 Millionen Exemplare gedruckt: Im Jahr 2017 wurden davon 6,3 Millionen im Inland, 1,4 Millionen an der Grenze und 2 Millionen im Ausland abgesetzt. Dies ergab abzüglich der Kosten für Produktion, Verkaufsprovisionen und weitere Auslagen einen Reinertrag von 347 Millionen Franken.

Manipulationen sind teuer

Die Schweizer Bevölkerung stimmte 1984 der Einführung einer Autobahnvignette zu, im Jahr darauf klebte sie bereits an den Autos und Motorrädern. Das Design der Vignette wurde vom Berner Grafiker Roland Hirter entworfen. Als zusätzliches Sicherheitselement wurde 1999 ein so genannt unechtes Wasserzeichen eingeführt.

Keinen Spass versteht der Staat, wenn man sich nicht an die Vorschriften hält und den Kleber nicht anbringt oder fälscht. Wer ohne Vignette erwischt wird, wird mit 200 Franken gebüsst. Teurer sind Manipulationen wie das Aufkleben der Vignette auf ein Folie, damit sie an verschiedenen Fahrzeugen verwendet werden kann. Der Lenker wird verzeigt, Busse und Administrativkosten liegen in der Regel bei mindestens 500 Franken.

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