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Staus am Basler Autobahn-Zoll sollen weg

Der zunehmende Verkehr sorgt beim Zoll zwischen Basel und dem deutschen Weil am Rhein für lange Kolonnen und Wartezeiten. Jetzt bauen die beiden Länder das Nadelöhr aus und führen eine Sonderlösung für Lastwagen ein.

Lange Wartezeiten: Autos bei der Grenze zwischen Weil am Rhein und Basel.
Lange Wartezeiten: Autos bei der Grenze zwischen Weil am Rhein und Basel.
Keystone

Deutschland und die Schweiz bauen die stark ausgelastete Autobahn-Zollanlage Basel/Weil am Rhein (D) um. Ziel ist der Abbau der täglichen Lastwagenstaus. Baubeginn für das 26 Millionen Euro teure Projekt war am Mittwoch.

Der deutsch-schweizerische Gemeinschaftszoll ist mit 35 Hektar einer der grössten in Europa, wie es an einer Medienkonferenz der Zollverwaltungen der beiden Länder hiess. In Nord-Süd- Richtung wird er heute täglich von rund 1600 Lastwagen befahren, von Süden nach Norden sind es gar 2200 Fahrzeuge.

Ausgelegt ist die 1980 eröffnete Anlage jedoch nur für je rund 600 Lastwagen pro Tag und Richtung. Seit 1991 wurden neue Stauräume und andere Verbesserungen umgesetzt. Verkehrstechnisch sei jetzt aber nichts mehr möglich, sagten Wilhelm Bruns von der deutschen Bundesfinanzdirektion Südwest und der Basler Zollkreisdirektor Heinz Engi.

Neue Lösung für Schwerverkehr

Mit dem Umbau des ganzen Lastwagenbereichs soll daher der Schwerverkehr, der Ladungen verzollen muss, von den schnelleren Transit- und Leerverkehren baulich getrennt werden. Die «Verzoller» erhalten eigene Abstellflächen, derweil für die Schnellverkehre separate Abfertigungsspuren eingerichtet werden.

Die Transit- und Leerfahrten sollen auf ihren bis zu acht Spuren zudem so abgefertigt werden, dass die Chauffeure nicht aus ihren Lastwagen auszusteigen brauchen. Möglich machen dies die auf Schweizer Seite entwickelten «Transito»-Hochkabinen, in denen die Zöllner auf gleicher Höhe arbeiten wie die Chauffeure.

Im Transit- und Leerverkehr von Deutschland in die Schweiz sollen so die Kapazitäten verdoppelt, im Transitverkehr von der Schweiz nach Deutschland um das Eineinhalbfache angehoben werden. Die Abfertigungszeiten sollen damit deutlich beschleunigt werden. Nichts ändert derweil für die «Verzoller».

Schweiz und Deutschland teilen sich die Kosten

Die Kosten des Umbaus, der auch zwei neue Betriebsgebäude und eine Wendespur für Falschfahrer unter der Autobahn hindurch einschliesst, sind auf 26,4 Millionen Euro (über 35 Millionen Franken) veranschlagt. Die Eidgenössische Zollverwaltung beteiligt sich daran zu rund der Hälfte. Die Bauführung hat Deutschland.

In Fahrtrichtung Schweiz sollen die Arbeiten bis November 2012 fertig sein, in Fahrtrichtung Deutschland zudem bis im August 2013. Während der ganzen Bauzeit bleibt die Anlage in Betrieb. Vom ganzen Umbau nicht betroffen sein sollte laut Rolf Sutter vom Bundesbau Baden-Württemberg der Personen- und Busverkehr.

(SDA)

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