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Stromausfall in Hochsicherheitsgefängnis

Das hochmoderne Massnahmenzentrum in Deitingen SO war am Donnerstag für drei Stunden ohne Strom. Auch die Notstromgeneratoren versagten den Dienst.

Hier sitzen schwere Straftäter ein: Die neue Justizvollzugsanstalt Schachen in Deitingen bei Solothurn. (12. Mai 2014)
Hier sitzen schwere Straftäter ein: Die neue Justizvollzugsanstalt Schachen in Deitingen bei Solothurn. (12. Mai 2014)
Peter Klaunzer, Keystone
Unter Kontrolle: Der Überwachungsraum der Anstalt.
Unter Kontrolle: Der Überwachungsraum der Anstalt.
Peter Klaunzer, Keystone
Die Häftlinge wohnen und arbeiten in der Anstalt: Wegweiser an einer Wand.
Die Häftlinge wohnen und arbeiten in der Anstalt: Wegweiser an einer Wand.
Peter Klaunzer, Keystone
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Die Justizvollzugsanstalt Solothurn in Deitingen ist eines der modernsten Gefängnisse der Schweiz. Seit dem Sommer sitzen hier schwere Straftäter mit hoher Flucht- oder Rückfallgefahr ein. Zwei hohe Zäune und Wärmebildkameras sollen dafür sorgen, dass kein Häftling entweichen kann. Am Donnerstag wurden die Sicherheitsvorkehrungen nun einem unfreiwilligen Test unterzogen: Um 8.30 Uhr fiel der Strom in der Anstalt aus.

Weil die Notstromgeneratoren den Dienst versagten, blieb die Haustechnik rund drei Stunden ohne Strom. Die Folgen blieben laut Direktor Paul Loosli überschaubar. Die Insassen seien für die Dauer des Stromausfalls in den Zellen eingeschlossen worden; Fluchtgefahr habe keine bestanden. «Die Situation war unangenehm, die Sicherheit war aber zu keiner Zeit gefährdet, die mechanischen Systeme und das Sicherheitsdispositiv haben funktioniert.»

Eine Redaktion Tamedia und auch weiteren Medien zugespielte Meldung, wonach das Aussentor der Anstalt während des Stromausfalls nicht habe geschlossen werden können, dementiert Loosli vehement. «Das Tor war geschlossen und wurde zwischenzeitlich einmal manuell geöffnet und wieder geschlossen.»

Direktor mit Bauarbeiten zufrieden

Inzwischen seien Ingenieure vor Ort, um die Ursache für das Versagen der Notstromgeneratoren zu eruieren, sagt Loosli. «Ähnliche Vorfälle gab es bislang keine.» Mit den Bauarbeiten zeigt sich der Gefängnisdirektor zufrieden. Insbesondere könne die neue Anstalt wie vorgesehen Anfang Jahr vollumfänglich in Betrieb gehen.

In der neuen Justizvollzugsanstalt Solothurn sitzen zurzeit 37 Straftäter ein. Insgesamt bietet sie 96 Plätze, wovon 60 auf den Massnahmenvollzug und 36 auf den Strafvollzug entfallen. Für viele der Insassen dürfte das Gefängnis auf lange Zeit hinaus ihr Heim bleiben.

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