Zum Hauptinhalt springen

Tessiner wollen kleine Zölle schliessen

Im Süden des Landes wird die Forderung laut, die kleineren Grenzübergänge aufzugeben. Der Anstieg der Kriminalität sei untragbar geworden.

Bürger aus verschiedenen Grenzgemeinden beklagen eine Zunahme von Zugüberfällen, Diebstählen und illegalen Einreisen: Mitarbeiter des Grenzwachtkorps am Bahnhof in Chiasso. (Archiv)
Bürger aus verschiedenen Grenzgemeinden beklagen eine Zunahme von Zugüberfällen, Diebstählen und illegalen Einreisen: Mitarbeiter des Grenzwachtkorps am Bahnhof in Chiasso. (Archiv)
Gäetan Bally, Keystone
Sie fordern deshalb, die kleinen Grenzübergänge zu schliessen: Grenzwächter fahren regelmässig in den Zügen mit. Sie suchen nach Schmugglern und Illegalen.
Sie fordern deshalb, die kleinen Grenzübergänge zu schliessen: Grenzwächter fahren regelmässig in den Zügen mit. Sie suchen nach Schmugglern und Illegalen.
Gäetan Bally, Keystone
Ein Grenzwaechter begleitet Fluechtlinge, am Dienstag, 12. Juli 2016, auf dem Bahnhof in Chiasso. Die Fluechtlinge wollten mit einem Bus nach Deutschland gelangen, konnten aber an der Schweizer Grenze nicht weiterreisen, da sie keinen Pass besassen. (KEYSTONE/Ti-Press/)
Ein Grenzwaechter begleitet Fluechtlinge, am Dienstag, 12. Juli 2016, auf dem Bahnhof in Chiasso. Die Fluechtlinge wollten mit einem Bus nach Deutschland gelangen, konnten aber an der Schweizer Grenze nicht weiterreisen, da sie keinen Pass besassen. (KEYSTONE/Ti-Press/)
Francesca Agosta, Keystone
1 / 4

Eine Tessiner Gruppe hat Ueli Maurer einen Brief geschrieben mit der Bitte, die kleineren Zölle zu Italien zu schliessen. Bereits getroffene Massnahmen – wie eine Aufstockung des Grenzpersonals – seien unzureichend, wie RTSberichtet. Der Grund dafür: der rasante Anstieg der lokalen Kriminalität.

So häuften sich Zugüberfälle, Diebstähle und illegale Einreisen, mit denen sich die Grenzgemeinden tagtäglich herumschlagen müssten. Darum fordert der «Gruppo petitizioni Pedrinate e Seseglio», der sich aus Bürgern verschiedener Tessiner Grenzgemeinden zusammensetzt, alle «kleinen Zölle zu schliessen, die während der Nacht unbeaufsichtigt bleiben».

Gespräche mit Italien

Ueli Maurer steht nicht nur dem Eidgenössischen Finanzdepartement (EFD) vor. Er leitet zudem das Grenzwachkorps (BGC). Obwohl er die Einheiten im Süden des Kantons unterstützt, fordert das Tessin, in Zukunft mehr einbezogen zu werden.

Die Gruppe fordert die Durchsetzung der Petition von Lega-Nationalrätin Roberta Pantani, die 2014 vom Parlament genehmigt wurde. Eveline Widmer-Schlumpf, die damals das Finanzdepartement leitete, liess verlauten, dass sie eine partielle Schliessung in Betracht ziehen könnte, dies erfordere aber Gespräche mit den italienischen Behörden.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch