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Toni Brunner bietet der SP einen Deal an

Falls Merz zurücktritt, sollen die Polparteien einander zwei Bundesratssitze sichern. Dies offeriert der SVP-Präsident laut «SonntagsZeitung» der SP.

Kennen sich gut: Parteipräsidenten Toni Brunner (SVP, l.) nach einem Treffen mit Christian Levrat (SP).
Kennen sich gut: Parteipräsidenten Toni Brunner (SVP, l.) nach einem Treffen mit Christian Levrat (SP).
Keystone

SVP-Präsident Toni Brunner rechne fest damit, dass nach Moritz Leuenberger auch Hans-Rudolf Merz seinen Rücktritt aus dem Bundesrat bekannt gebe – und zwar gleich nach den Sommerferien mit Abgang im Herbst. Für diesen Fall schlage der SVP-Chef der SP laut «SonntagsZeitung» einen Pakt vor, in welchem sich die beiden Parteien wechselseitig je zwei Sitze garantieren würden.

«Wenn uns die SP hilft, bei der Merz-Nachfolge zu einer angemessenen Vertretung im Bundesrat zu kommen, dann sind unsere Ansprüche erfüllt, und der zweite Sitz der SP im Dezember ist reine Formsache», so Brunner. Er versuche, eine realistischere Option zu schaffen für einen zweiten SVP-Bundesratssitz. Denn der Angriff auf den SP-Sitz, den die SVP sofort nach dem Leuenberger-Rücktritt angekündigt hat, ist chancenlos., so die «SonntagsZeitung».

Und innerparteilich gebe es Kritik. So finde es der Berner SVP-Kantonalpräsident Rudolf Joder «strategisch ungeschickt», den Anspruch der SP – der zweitgrössten Partei – auf zwei Sitze zu bestreiten, wenn man selber mit Berufung auf die Konkordanz einen zweiten Sitz verlange. «Wir müssen aufpassen, dass wir uns nicht isolieren», sagt Joder.

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