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Leben mit der Lawinengefahr

Wie sich unser Bezug zur Gefahr verändert hat: Ein Besuch in St. Antönien, dem Tal der Lawinen.

MeinungChristoph Aebischer
16 Kilometer gebaute Sicherheit: Die Lawinenverbauungen in St. Antönien in Graubünden. Foto: Kaspar Thalmann
16 Kilometer gebaute Sicherheit: Die Lawinenverbauungen in St. Antönien in Graubünden. Foto: Kaspar Thalmann

Seit zwei Tagen fällt Schnee im Tal der Lawinen. Schon aus geringer Entfernung ist die knatternde Schneefräse kaum mehr zu hören. Der Schnee verschluckt alles. In hohem Bogen schleudert Ernst Flütsch die weisse Pracht über das Geländer der Sonnenterrasse des Gasthauses Sulzfluh auf 1772 Metern über Meer. Das Weiss am Boden geht übergangslos in Nebel über. Die steilen Hänge oberhalb des Talbodens bleiben unsichtbar. Dort lauert seit Jahrhunderten die Gefahr im besonders exponierten Bündner Bergtal St. Antönien. Eine Gefahr, die immer wieder Tote fordert.

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