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Versicherer haben es auf Gesundheitsdaten abgesehen

Schrittzähler und Smartwatches zur Überwachung der eigenen Fitness liegen im Trend. Davon wollen jetzt auch die Krankenkassen profitieren.

Schritte zählen: Fitness-Tracker und andere Wearables liefern wertvolle Daten für die Versicherer.
Schritte zählen: Fitness-Tracker und andere Wearables liefern wertvolle Daten für die Versicherer.
Dean Drobot/Colourbox

Bis Ende Jahr werden laut dem Marktforschungsinstitut GFK über 50 Millionen Daten-Tracker im Umlauf sein. Neben dem Puls messen die digitalen Geräte die Anzahl der Schritte, zählen Kalorien und zeichnen die Jogging-Route oder das Fitnessprogramm auf.

Die Krankenkassen können diesen Trend nur befürworten. Schliesslich hilft er ihnen dabei, das Risikoprofil ihrer Kunden zu ermitteln. «Die Messung von Lebensstildaten ist die Zukunft in der Versicherungsindustrie», zitiert der «SonntagsBlick» Peter Ohnemus, den Inhaber von Dacadoo, einem Unternehmen, das sich auf das Sammeln von Gesundheitsdaten spezialisiert hat. Als einer der ersten Versicherer in der Schweiz will sich die CSS die zunehmende digitale Selbstvermessung zunutze machen.

Bis jetzt nur bei Zusatzversicherungen möglich

Dafür zählen in Zusammenarbeit mit der ETH Zürich und der Universität St. Gallen 2000 CSS-Kunden freiwillig die von ihnen zurückgelegten Schritte. 10'000 sollten es täglich sein. Die effektive Anzahl wird schliesslich direkt via Schrittzähler an die Versicherung übermittelt und dort gespeichert. Die CSS sei die erste Krankenkasse in Europa, die einen solchen Pilot lanciert habe, sagte Konzernleitungsmitglied Volker Schmidt dem «SonntagsBlick».

Ziel des Projekts mit dem Namen My-Step sei es herauszufinden, wie gross die Bereitschaft unter den Versicherten sei, persönliche Daten offenzulegen. Die Resonanz sei sehr positiv, heisst es. Obwohl die digitalen Hilfsmittel per Gesetz bis jetzt nur bei der Zusatzversicherung eingesetzt werden dürfen, ist Schmidt davon überzeugt, dass sich auch die Grundversicherung dem technischen Fortschritt nicht verschliessen könne. Laut «SonntagsBlick» könnten die Gesundheitsdaten künftig Einfluss auf die Höhe der Prämien haben, die jeder Versicherte zahlen muss.

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