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«Verwahrungs-Initiative verspricht etwas, das man nicht machen kann»

Erstmals hat ein Schweizer Gericht eine lebenslängliche Verwahrung eines Sextäters ausgesprochen. Strafrechtsprofessor Marcel Niggli sagt, was dieses Urteil für die Rechtssprechung bedeutet und was die Probleme sind.

Tödliche Bekanntschaft: Der Mann, der das Callgirl aus Thailand umgebracht hatte, beim Gang in den Gerichtssaal in Weinfelden.
Tödliche Bekanntschaft: Der Mann, der das Callgirl aus Thailand umgebracht hatte, beim Gang in den Gerichtssaal in Weinfelden.

Das Bezirksgericht Weinfelden hat die lebenslängliche Verwahrung eines Sadisten, der ein Callgirl tötete, angeordnet. Diese Massnahme ist eine Premiere in der Schweiz. Kommt für Sie dieses Urteil überraschend?Marcel Niggli: Eigentlich nicht. Wenn das Gesetz eine solche Massnahme vorsieht, musste diese früher oder später von einem Gericht angeordnet werden. Ausserdem ist der Fall, den das Bezirksgericht Weinfelden zu beurteilen hatte, ziemlich eindeutig.

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