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Weggesperrt, weil sie nicht ins Schema passten

Zehntausende Menschen wurden in der Schweiz Opfer von «administrativen Versorgungen», wie eine Expertenkommission festhält. Sie fordert mehr finanzielle Hilfe für die Betroffenen.

Claudia Blumer, Fabian Renz
Administrativ Versorgte und Häftlinge bei der Arbeit in den Anstalten von Bellechasse (Aufnahme um 1950). Foto: Staatsarchiv Freiburg
Administrativ Versorgte und Häftlinge bei der Arbeit in den Anstalten von Bellechasse (Aufnahme um 1950). Foto: Staatsarchiv Freiburg

Menschen um ihre Freiheit bringen, ohne dass sie gegen ein Gesetz verstossen hätten: In der Schweiz des 20. Jahrhunderts war dies ein «alltägliches» und «breit angewandtes Verfahren», ein Instrument, das «sehr systematisch genutzt wurde». Mit ­diesen Worten fasste der Historiker Martin Lengwiler gestern vor den Medien die Erkenntnisse der unabhängigen Expertenkommission zusammen, in der er mitgewirkt hatte.

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