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Wenn Schwangere vergessen gehen

Mit dem neuen Heilmittelgesetz will der Bundesrat die Sicherheit von Medikamenten bei Kindern fördern. Derweil lässt es werdende Mütter aussen vor. Das stösst bei Ärzten und Apothekern auf Kritik.

Für Schwangere gibt es nur sehr wenige spezifisch getestete Medikamente: Eine schwangere Frau wird von einer Hebamme untersucht.(Archivbild)
Für Schwangere gibt es nur sehr wenige spezifisch getestete Medikamente: Eine schwangere Frau wird von einer Hebamme untersucht.(Archivbild)
Keystone

Es war der wohl grösste Skandal in der Geschichte der Arzneimittel: 1957 brachte das Pharmaunternehmen Grü­nen­thal das Schlafmittel Contergan auf den Markt, das millionenfach verkauft wurde. Auch Schwangere nahmen es auf Rat ihrer Ärzte ein, da es gegen Schlafstörungen und besonders in der frühen Phase der Schwangerschaft gegen Übelkeit half. Neun Monate später kamen die Kinder mit schweren Fehlbildungen an Armen und Beinen zur Welt. Und man erfuhr: Contergan war, bevor es Tausenden Schwangeren verschrieben wurde, gar nie an diesen getestet worden.

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