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Wer trifft den Nerv der Schweiz?

Nun ist klar, mit welchen Slogans die vier grössten Parteien in den Wahlkampf steigen – die CVP versucht es mit einem Appell. Die Beurteilung eines Politberaters.

Das Thema Familie soll es richten: Bundesrätin Doris Leuthard an der Delegiertenversammlung ihrer Partei. Bereits früher ihre Slogans vorgestellt haben …
Das Thema Familie soll es richten: Bundesrätin Doris Leuthard an der Delegiertenversammlung ihrer Partei. Bereits früher ihre Slogans vorgestellt haben …
Peter Klaunzer, Keystone
… die anderen drei grossen Parteien. Die FDP versucht es neu mit «Freiheit, Gemeinsinn und Fortschritt». Mit Gemeinsinn meint die Partei traditionelles bürgerliches Engagement – in Vereinen, in der Milizpolitik und als Gönner. Das Wort wird traditionellerweise aber gerade von den Gegnern neoliberaler Anliegen beansprucht, welche die FDP oft vertritt. In der Parteibasis sorgte das Wort für Diskussionen. Dies sei ungeschickt, findet Politikberater Mark Balsiger – und zudem schade. «An ‹Freiheit und Fortschritt› hätte ich meine Freude gehabt. Der Slogan hätte Ohrwurmqualität gehabt und eingedampft, worum es der Partei geht.»
… die anderen drei grossen Parteien. Die FDP versucht es neu mit «Freiheit, Gemeinsinn und Fortschritt». Mit Gemeinsinn meint die Partei traditionelles bürgerliches Engagement – in Vereinen, in der Milizpolitik und als Gönner. Das Wort wird traditionellerweise aber gerade von den Gegnern neoliberaler Anliegen beansprucht, welche die FDP oft vertritt. In der Parteibasis sorgte das Wort für Diskussionen. Dies sei ungeschickt, findet Politikberater Mark Balsiger – und zudem schade. «An ‹Freiheit und Fortschritt› hätte ich meine Freude gehabt. Der Slogan hätte Ohrwurmqualität gehabt und eingedampft, worum es der Partei geht.»
Sigi Tischler, Keystone
Die SP schliesslich bleibt bei ihrem bisherigen Slogan: «Für alle statt für wenige». Die Kantonalparteien hätten sich alle dafür ausgesprochen, sagt Co-Generalsekretärin Flavia Wasserfallen. Ob dies eine gute Idee war, wird sich zeigen. Politikberater Mark Balsiger ist eher skeptisch: «Er bringt die Bestrebungen der SP in Sachen Umverteilung und Gerechtigkeit sicher auf den Punkt. Er hat sich bei mir aber nicht als tauglich erwiesen. Er hat etwas Verkopftes – und dies darf ein Slogan nicht sein.»
Die SP schliesslich bleibt bei ihrem bisherigen Slogan: «Für alle statt für wenige». Die Kantonalparteien hätten sich alle dafür ausgesprochen, sagt Co-Generalsekretärin Flavia Wasserfallen. Ob dies eine gute Idee war, wird sich zeigen. Politikberater Mark Balsiger ist eher skeptisch: «Er bringt die Bestrebungen der SP in Sachen Umverteilung und Gerechtigkeit sicher auf den Punkt. Er hat sich bei mir aber nicht als tauglich erwiesen. Er hat etwas Verkopftes – und dies darf ein Slogan nicht sein.»
Peter Schneider, Keystone
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Mit der CVP hat heute die letzte der vier grössten Schweizer Parteien bekannt gegeben, mit welchem Slogan sie den Wahlkampf 2015 bestreitet. «Mach Dich stark für Deine Familie», fordert die Mittepartei auf den Plakaten, die sie an ihrer Delegiertenversammlung in Bern erstmals zeigte.

Mit einem guten Wahlslogan alleine gewinnt man selbstverständlich keine Wahlen, doch würde sich wohl jede Partei ein «Yes We Can» wünschen, jenen unvergesslichen Slogan, mit dem US-Präsident Barack Obama 2008 Präsident wurde. Einen Slogan, der in nur zwei, drei Worten ausdrückt, wofür ein Kandidat steht; damit bei einem grossen Teil der Bevölkerung einen Nerv trifft – und sich schliesslich in den Köpfen festsetzt.

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