Zürcher Grüne schicken Glättli ins Rennen

Die Grünen des Kantons Zürich schicken den Gemeinderat Balthasar Glättli in den Ständeratswahlkampf. Er setzte sich gegen Bastien Girod durch – deutlich.

hero image

Die Generalversammlung nominierte Glättli am Dienstagabend deutlich mit 127 Stimmen. Unterlegen ist Nationalrat Girod, für den es 44 Stimmen gab. Die beiden bisherigen Zürcher Ständeräte Verena Diener (GLP) und Felix Gutzwiller (FDP) treten im Herbst zur Wiederwahl an. Ebenfalls im Ständeratsrennen sind Christoph Blocher (SVP) und Nationalrat Urs Hany (CVP). Noch dazukommen wird ein Vertreter oder eine Vertreterin der SP.

Auf der Nationalratsliste setzten die Grünen die vier Bisherigen auf die ersten Plätze: Marlies Bänziger, Daniel Vischer, Katharina Prelicz und Bastien Girod. Auf den nächsten Plätzen folgen Kantonsrätin Ornella Ferro und Glättli.

Wahlkämpfer «mit scharfer Zunge»

Im Ständerat brauche es «nicht nur Senioren», sondern «frische grüne Kräfte», fand der Parteivorstand. Nominiert werden müsse allerdings der beste Wahlkämpfer: Das Erringen eines Ständeratssitzes sei nämlich kein wirklich realistisches Ziel. Als «einer mit scharfer Zunge und scharfem Verstand» wurde Glättli vom neu gewählten Regierungsrat Martin Graf präsentiert. Der grüne «Personenpool» könne mit Glättli vergrössert werden, fügte Nationalrätin Marlies Bänziger an.

Dem Stadtzürcher Parlament gehört Balthasar Glättli seit 1998 an. Vier Jahre lang war er auch Co-Präsident der Kantonalpartei. Seit letztem Jahr arbeitet der 37-Jährige als Kampagnenleiter bei der Gewerkschaft VPOD Schweiz. Zuvor war er sieben Jahre lang Geschäftsführer der Flüchtlingsorganisation Solidarité sans frontières. Ferner engagiert sich Glättli beim Schweizerischen Mieterverband.

Nein-Parolen zu drei Volksinitiativen

Zu drei Abstimmungsvorlagen, die am 15. Mai im Kanton Zürich an die Urne kommen, hat die Generalversammlung die Parole gefasst. Deutlich beschlossen wurde das Nein zur Volksinitiative «Ja zur Mundart im Kindergarten». Unbestritten war auch die ablehnende Haltung zur Initiative «Nein zum Sterbetourismus im Kanton Zürich» und zur Initiative «Stopp der Suizidhilfe!», die die Einreichung einer Standesinitiative verlangt.

Die Generalversammlung wählte auch ein neues Co-Präsidium. Philipp Maurer wurde wiedergewählt. Nachfolgerin für die zurückgetretene Jeanine Kosch wird Marionna Schlatter-Schmid, eine Vertreterin der Jungen Grünen.

raa/sda

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt