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Medienpreis dank Parmelins Bauland-Affäre

Die Baulandaffäre um Bundesrat Guy ­Parmelin bringt zwei «Blick»-Journalisten den Swiss Press Award ein.

Guy Parmelin: Die Recherche zu seiner Rolle in der Bauland-Affäre wurde mit dem Swiss Press Award ausgezeichnet.
Guy Parmelin: Die Recherche zu seiner Rolle in der Bauland-Affäre wurde mit dem Swiss Press Award ausgezeichnet.
Keystone

Am Mittwoch sind in Bern die Swiss Press Awards der Fondation Reinhardt von Graffenried verliehen worden. Sie sind pro Kategorie mit 20'000 Franken dotiert. In der Kategorie Presse haben Christoph Lenz und Joël Widmer für ihre «Blick»-Recherche zur Baulandaffäre von Bundesrat Guy Parmelin gewonnen.

Lenz arbeitet inzwischen für den ­«Tages-Anzeiger». Das Duo deckte auf, dass sich Parmelin im Bundesrat dafür einsetzte, dass Bauern auf Gewinn aus dem Baulandverkauf keine Bundessteuer ­zahlen müssen. Bis kurz vorher war er selber Eigentümer einer solchen Parzelle, die er rückwirkend dem Bruder übertrug.

In den anderen Kategorien waren durchs Band Journalistinnen und Journalisten aus der Westschweiz erfolgreich. Im Bereich Online setzte sich Sylvain Besson durch. Auf dem Portal von «Le Temps» zeigte er das Geschäft mit dem Schweröl auf, dem «dreckigen Blut der Globalisierung».

Bei den Radiobeiträgen kam «Leben um jeden Preis» von Pauline Vrolixs bei der Jury am besten an. Für das Radio RTS hat sie ein konservatives katholisches Paar mit sechs Kindern porträtiert, das Abtreibungen kategorisch ablehnt – und im Lauf der Gespräche mit der Journalistin zugibt, dass Ideologie und Realität im Alltag nicht übereinstimmen.

Alain Rebetez heisst der ­Sieger im Bereich Video. Für Fernsehen RTS warf er einen ungewohnten Blick hinter die Kulissen des Parlamentsbetriebs.

Den Titel als «Fotograf des ­Jahres» trägt neu Zalmaï Ahad. Für das mittlerweile eingestellte Westschweizer Magazin «L’Hebdo» fotografierte er im Flüchtlingsdschungel im französischen Calais. Ahad wurde in Kabul geboren und flüchtete im Jahr 1980.

Er lebt in Lausanne und ist Schweizer. Seine Fotografien sind in unter anderem im «New York Times Magazine» und in «La Repubblica» erschienen. Am Mittwoch wurden auch die Swiss-Press-Photo-Preise vergeben.

In der Kategorie Aktualität gewann Anthony Anex mit einem Bild von Flamingos, die letzten November wegen der Vogelgrippe im Tierpark Dählhölzli in Bern eingesperrt werden mussten. sda

SDA/flo

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