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Niederlage beim TabellenletztenUnschöne Premiere für den SCL

Zum ersten Mal überhaupt verliert der SC Langenthal gegen die Ticino Rockets. Die 2:3-Pleite wäre vermeidbar gewesen.

SCL-Goalie Fabio Haller musste sich dreimal bezwingen lassen.
SCL-Goalie Fabio Haller musste sich dreimal bezwingen lassen.
Foto: Marcel Bieri

Der Tabellenzweite SC Langenthal gegen Schlusslicht Ticino Rockets: von blossem Auge betrachtet, eine klare Angelegenheit. Und bei jenen, die tiefer graben und sich die Gesamtbilanz anschauen, erhärtet sich das Bild: Der SCL gewann sämtliche 17 Direktbegegnungen gegen das Farmteam von Ambri und Lugano, dies bei total 91:25 Toren.

Diesmal aber wollte die in Biasca domizilierte Equipe wieder einmal an den Punkten riechen: In den beiden ersten Dritteln ging das Heimteam jeweils in Führung. In beiden Fällen gelang dem SCL jeweils innerhalb von rund vier Minuten im Powerplay der Ausgleich. Den ersten Rückstand glich Topskorer Vincenzo Küng aus, indem er aus dem Slot heraus ein Zuspiel von Dario Kummer verwertete. Den zweiten Rückstand beseitigte der Finne Eero Elo, indem er aus mittlerer Distanz hart schoss, der Puck streifte noch einen Rockets-Spieler, änderte die Flugbahn leicht und landete hinter Biasca-Goalie Viktor Östlund in den Maschen.

Doch der dritte Rückstand war einer zu viel. Zwar fuhr der SCL eine verheissungsvolle, rund achtminütige Schlussoffensive. Anders aber als beim Auswärtsspiel beim HC Thurgau, wo dem SCL kurz vor Schluss der Ausgleich und in der Verlängerung der Siegtreffer gelang, musste das Team von Trainer Jeff Campbell das Tessin als Verlierer verlassen.

Die Gastgeber zeigten einen der besseren Auftritte gegen Langenthal. «Wir haben die Ticino Rockets stark gemacht», kritisierte SCL-Verteidiger Serge Weber. «Das war heute nicht genug, es reichte hinten und vorne nicht. Klar haben wir strenge Wochen hinter uns, aber das ist immer eine Kopfsache.» Und SCL-Stürmer Fabio Kläy betonte: «Entschuldigungen zu suchen, wäre fehl am Platz. Wir haben zu viele Strafen genommen, sie haben gute Spieler, gerade im Powerplay.»