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Gleichberechtigung für FrauenSie kämpften gegen ihr eigenes Stimmrecht

Rosmarie Köppel-Küng lehnte 1971 politische Rechte für Frauen ab. Auch Esther Ferrari engagierte sich in den 80er-Jahren dagegen. Jetzt blicken sie zurück – ohne Reue.

«Man hat es den Männern zugetraut, dass sie für uns abstimmen», sagt Rosmarie Köppel-Küng. Vor 50 Jahren warb sie für ein Nein zum Frauenstimmrecht.
«Man hat es den Männern zugetraut, dass sie für uns abstimmen», sagt Rosmarie Köppel-Küng. Vor 50 Jahren warb sie für ein Nein zum Frauenstimmrecht.
Foto: Dominik Plüss

Die «Jugendsünde», wie sie es nennt, wird sie nicht mehr los. Selbst mit 93 Jahren wird Rosmarie Köppel-Küng noch auf das angesprochen, was vor einem halben Leben passierte.

Sie seufzt. Und beginnt dann trotzdem munter zu berichten, so, als hätte sich der «Bund der Schweizerinnen gegen das Frauenstimmrecht» erst gestern zum letzten Mal getroffen – und nicht vor fast 50 Jahren.

Rosmarie Köppel-Küng ist die einzige jener Frauen, die heute noch darüber Auskunft geben kann, warum sie gegen ihr eigenes Stimmrecht kämpfte (über die Heldinnen und Helden, die sich dafür einsetzten, lesen Sie hier). Alle anderen waren schon damals im besten Alter und sind längst verstorben.

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