SNB dient dem Geld, nicht dem Klima

Die Direktorin der Nationalbank will vorerst an klimaschädigenden Investitionen festhalten.

Kein Konsens über den Ausschluss von Unternehmen mit hohen CO2-Emissionen: SNB-Direktorin Andréa Maechler ging nicht auf Vorwürfe ein. (Archivbild) Bild: Peter Klaunzer/Keystone

Kein Konsens über den Ausschluss von Unternehmen mit hohen CO2-Emissionen: SNB-Direktorin Andréa Maechler ging nicht auf Vorwürfe ein. (Archivbild) Bild: Peter Klaunzer/Keystone

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) will dem NGFS-Netzwerk beitreten. Das «Network for Greening the Financial System» will unverbindliche gemeinsame Richtlinien für eine Finanz- und Anlagepolitik etablieren, welche die Risiken der Klimaerwärmung berücksichtigt.

Von Investitionen in klimaschädigende Investitionen will die SNB jetzt aber nicht sofort absehen. In der Schweiz gebe es keinen Konsens über den Ausschluss von Unternehmen mit hohen CO2-Emissionen aus Anlageportfolios, sagte SNB-Direktorin Andréa Maechler am Donnerstag am Rande des Geneva Forum on Sustainable Finance (GFSI) zu AWP.

Interessens- und ethische Fragen

Maechler ging in ihrer am Forum gehaltenen Rede nicht auf die an die Nationalbank gerichteten Vorwürfe ein, sie schade mit ihren Investitionen das Klima massiv. Die SNB-Direktorin wies vielmehr darauf hin, dass die Anlagestrategie der Notenbank darauf ausgerichtet sei, dem geldpolitischen Mandat zu dienen.

Maechler erwähnte auch die Einschränkungen, denen die Zentralbank bei den Investitionen unterliege. Es gebe zwei Hauptgründe für einen Ausschluss: Mögliche Interessenkonflikte und ethische Fragen. Das erste Kriterium schliesst Banken aus, das zweite Rüstungshersteller, die durch internationale Verträge, die auch in der Schweiz Gültigkeit haben, verurteilt wurden.

oli/sda

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