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Kirchenaustritte befinden sich nach Skandalen auf Rekordhoch

Die Missbrauchsfälle zeigen Folgen bei der katholischen Basis. Der Vertrauensverlust in die Kirche sei dramatisch.

Immer weniger Menschen wollen noch mit der katholischen Kirche zu tun haben: ­Besucher vor dem Kloster Einsiedeln SZ. Foto: Keystone
Immer weniger Menschen wollen noch mit der katholischen Kirche zu tun haben: ­Besucher vor dem Kloster Einsiedeln SZ. Foto: Keystone

Die katholische Kirche wird in ihren Grundfesten erschüttert. Die Missbrauchsaffären haben die Institution in eine ihrer grössten Krisen gestürzt, auch in der Schweiz. Viele Gläubige kehren der Gemeinschaft den Rücken.

Im Kanton St. Gallen beispielsweise wendeten sich vergangenes Jahr 2384 Katholiken von der Kirche ab. In der Region Bern waren es 967, die höchste dort bisher erfasste Zahl. «Auch wenn die Gläubigen den Austritt selten begründen, besteht ein Zusammenhang zu den Missbrauchsskandalen», sagt Karl Johannes Rechsteiner von der Kirche Region Bern. Dies zeige sich auch daran, dass gegen Ende Jahr, als sich die Berichte zu den Übergriffen häuften, mehr austraten. «Einige Gläubige sagten sich wohl: Jetzt reicht es. Mit denen will ich nichts mehr zu tun haben.»

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