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Korea-Kosmetik jetzt im Migros-Regal

Der Grossverteiler verkauft seinen Kundinnen neu Produkte der koreanischen Marke Jiinju.

Karin Kofler
Mit Gurken- oder Avocadogeschmack: Gesichtsmasken aus Korea sollen jetzt auch Migros-Kundinnen verschönern. Foto: Getty Images
Mit Gurken- oder Avocadogeschmack: Gesichtsmasken aus Korea sollen jetzt auch Migros-Kundinnen verschönern. Foto: Getty Images

Zoé, I am – die Namen der Gesichtspflegemarken der Migros sind eingängig. Neu warten in den Regalen der Supermärkte aber auch Produkte mit dem unaussprechlichen Namen Jiinju auf Kundschaft. Angeboten werden in der ganzen Schweiz Gesichts- und Lippenmasken – von «Panda Face» bis zu Gurken- und Avocadogeschmack.

Damit ist der K-Beauty-Boom auch beim Schweizer Grossverteiler gelandet. Schönheitsprodukte aus Südkorea sind seit längerem ein globaler Renner. Die Koreanerinnen gelten als Vorbild in Sachen Aussehen. Die Sephora-Kette etwa setzt stark auf die Produkte. Auch die Migros-Industrie stieg in das Geschäft ein: Vor genau einem Jahr gab ihre Tochter Mibelle den Kauf der südkoreanischen Kosmetik­firma Gowoonsesang bekannt, zu der die Marke Dr. G gehört. Dies mit dem Ziel, sowohl den südkoreanischen wie auch andere asiatische Märkte zu bedienen. Doch es gab noch andere Pläne.«Mittelfristig möchten wir Marken aus Südkorea nach Europa importieren. Ich denke dabei aber weniger an unsere Supermärkte als an Verkaufsstellen mit Beratungskompetenz – beispielsweise Globus», sagte Ex-Migros-Industriechef Walter Huber damals.

Frauen wehren sich gegen den Zwang zur Schönheit

Nun verkauft die Migros tatsächlich koreanische Beauty-Produkte – aber mit Jiinju eine Marke, die nicht zur akquirierten Firma gehört. Über die Gründe schweigt sich der Migros-Genossenschafts-Bund (MGB) aus. «Wir geben keine Auskunft zu unseren Sortimentierungsplänen», heisst es. Auch will man beim MGB nicht sagen, ob es sich bei Jiinju lediglich um einen Testlauf handelt oder ob mittelfristig auch Produkte der Marke Dr. G. in den Supermärkten angeboten werden sollen.

Inzwischen kommen aber skeptische Stimmen zum K-Beauty-­Hipe auf, wie die «Vogue» diese Woche schrieb. Feministinnen wehren sich zunehmend gegen die gesellschaftlichen Erwartungen ans Erscheinungsbild von Frauen – und damit gegen den Schönheitswahn.

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