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Lachappelle könnte Wahl zum Raiffeisen-Präsidenten ablehnen

Der neue Vorsitzende der Bank braucht ein starkes Mandat der Basis. Derweil sorgt der CEO Patrik Gisel mit einer neuen Beziehung für Aufsehen.

CEO Patrik Gisel und Laurence de la Serna: Das Paar in der «Bilanz».
CEO Patrik Gisel und Laurence de la Serna: Das Paar in der «Bilanz».

Nächsten Samstag soll es zum grossen Neu­anfang bei Raiffeisen kommen. Nach einem Jahr Dauerskandal soll Guy Lachappelle zum neuen Präsidenten gewählt und mit der Publikation des Untersuchungsberichts von Bruno Gehrig die Vergangenheit bewältigt werden.

Daran, dass der Bericht Gehrig viel Neues bringt, zweifeln viele. Daran, dass Lachappelle die Wahl schafft, zweifelt inzwischen niemand mehr. Die Delegierten der 246 Raiffeisen-Genossenschaften können gar nicht anders, als ihn zu wählen, denn es gibt keinen Gegenkandidaten. Einen weiteren monatelangen Schwebezustand kann sich die Bank nicht leisten. Vor allem auch darum, weil Konzernchef Patrik Gisel nur noch bis Ende Jahr zur Verfügung steht. Unumstritten ist Lachappelle allerdings nicht. Die Art und Weise, wie er mit seiner Basler Kantonalbank die Affäre rund um das Schneeballsystem der Firma ASE bewältigt hat, ist sehr kontrovers. Noch heute läuft gegen die Basler Kantonalbank ein Verfahren wegen Verletzung der Geldwäscherei-Meldungsvorschriften.

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