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«Einwände werden von den Eliten als rassistisch gebrandmarkt»

Die Reaktionen der Leser.

«Die Demonstration in Chemnitz bezweckte ja keine Solidarität mit Rassisten, sondern sie richtet sich gegen die Migrationspolitik», so die Meinung eines Lesers. Bild: Keystone
«Die Demonstration in Chemnitz bezweckte ja keine Solidarität mit Rassisten, sondern sie richtet sich gegen die Migrationspolitik», so die Meinung eines Lesers. Bild: Keystone
Getty Images

«So kann ein demokratisches System dann auch kippen»

SonntagsZeitung vom 9. September 2018

Das Interview mit dem Politikwissenschaftler Hans Vorländer bedarf einer Ergänzung. Er hält zu Recht ein Loblied auf die Demokratie und warnt, dass infolge der rechten Parteien und ihrem Umfeld das System auch kippen könnte. Was er nicht sagt: Viele Menschen haben den Eindruck, dass das Wort «Demokratie» eher in Hochglanz-Wahlprospekten anzutreffen ist als im realen Leben. Wenn eine einzige Person, Bundeskanzlerin Angela Merkel, im September 2015 unkontrolliert rund eine Million grösstenteils kulturfremde Migranten ins Land lassen kann, ohne den Bundestag zu konsultieren, ohne die «europäischen Freunde» zu informieren, ohne die Bevölkerung nach ihrer Meinung zu fragen, was sie von diesem gigantischen Sozialexperiment hält, dann hat das Wort «Demokratie» eine eigenartige Bedeutung. Widerspruch, Einwände, Unmut werden bis heute von den Meinungseliten in Politik und Medien als unbedarft, rassistisch, fremdenfeindlich oder populistisch gebrandmarkt. Bruno Schaller, Heimberg BE

Politikwissenschaftler Hans Vorländer schreibt: «Auf der rechten Seite genierten sich Rentner und Familienväter nicht, zusammen mit Rechtsextremen zu demonstrieren.» Daraus folgt doch: «Sobald Rechtsextremisten demonstrieren, ist für Rentner und Familienväter Demonstrationsverbot, genauso sobald eine Hand sich ungebührlich erhebt.» Die Demonstration in Chemnitz bezweckte ja keine Solidarität mit Rassisten, sondern sie richtet sich gegen die Migrationspolitik, gegen die zu weite Öffnung der Grenzen. Gernot Gwehenberger, Dornach SO

Alle prügeln auf Martullo-Blocher ein

SonntagsZeitung vom 9. September 2018

In der Schweizer Politik wird vermehrt mit «Zwangspäckli»-Vorlagen gearbeitet. Die Verknüpfung verschiedener Vorlagen geschieht aus parteipolitischen Gründen und entmündigt den Stimmbürger. Von einem gutschweizerischen Kompromiss kann keine Rede sein. Wo sind die Politiker geblieben, die sich für konstruktive und langfristig ausgelegte Lösungen zum Wohl des Landes stark machen und nicht nur kurzfristige parteipolitische oder persönliche Interessen vertreten? Bruno Germann, Pfäffikon SZ

Die Luftpolizei kommt zu spät

SonntagsZeitung vom 9. September 2018

Immer spannend und journalistisch beeindruckend, wenn Pia Wertheimer in der SonntagsZeitung über armee- oder sicherheitspolitische Themen schreibt. So auch über das Luftpolizeidienstprojekt 24 Stunden. Es scheint, dass die Thematik Luftraumschutz der Schweiz über 24 Stunden – übrigens ein enorm kostenintensives Projekt – Stimmung für den Kauf neuer Kampfjets machen soll. Roger E. Schärer, Feldmeilen ZH

Nach dem Lesen des Artikels sollte auch für den hinterletzten Armeegegner klar sein: Wir brauchen dringend neue Kampfjets. Auch wenn nie Panzer an der Rheinebene auftauchen werden – die Gefahren für unser Land bleiben trotzdem real und sind komplex. Gerade der Flugraum ist hochgradig labil, an keine Grenzen gebunden und stellt ein nicht zu unterschätzendes Sicherheitsrisiko für die Schweiz dar. Zudem: Eine fähige Luftwaffe ist elementar im Gesamtsystem Armee.Massimo Marcella, Birrwil AG

Russische Agenten waren oft in Genf

SonntagsZeitung vom 9. September 2018

Es muss von einem Niedergang des russischen Geheimdienstes gesprochen werden, wenn es tatsächlich stimmt, dass die Agenten Putins überall Spuren hinterlassen haben. Sogar in der Schweiz wurden sie gesichtet. Und in einem Hotel in England soll man Spuren von Nowitschok gefunden haben. Zu sagen ist auch, ein solcher Skandal mit dem Ex-Doppelagenten Skripal im Zentrum wäre überhaupt nicht im Interesse der russischen Regierung gewesen kurz vor der Wiederwahl von Wladimir Putin zum Präsidenten.Heinrich Frei, Zürich

Der Clash der US-Präsidenten

SonntagsZeitung vom 9. September 2018

Trump bemerkt, er habe Obama zugeschaut, sei dabei aber eingeschlafen. Wenn ich Trump zuschaue, kann ich danach nicht mehr schlafen.Paul-Peter Preiswerk, Urtenen BE

Der Putsch gegen Donald Trump

SonntagsZeitung vom 9. September 2018

In den USA wird der Ruf nach «Impeach Trump» immer lauter. Herr Suter befürchtet das Ende der Demokratie: Krass werde der Volkswille missachtet, meint Herr Suter? Vergisst er da nicht, dass eine Mehrheit des Volkes Hillary Clinton die Stimme gegeben hat? Peter Matzinger, Rodersdorf SO

Wie Bubi zum Mister wurde

SonntagsZeitung vom 9. September 2018

Folgende Worte im eigentlich harmlosen Bericht über den Stier, der Mister Braunvieh wurde, sagen viel über unser Verhältnis zu den Nutztieren: Nasenring, kurze Anbindung, Leistungsschau, Ponyreiten, Säulirennen, Milchbar. Dabei hätten wir diese Nutzung gar nicht nötig. Aber uns wurde dieses Unrecht als so normal ins Gehirn eingebrannt, dass wir es einfach kalt verdrängen. Wir müssen dringend wieder lernen, dass Tiere keine seelenlosen Waren sind.Renato Werndli, Eichberg SG

Bauernverband belehrt die Schulbuben

SonntagsZeitung vom 9. September 2018

Wenn der Rückgang der Landwirtschaftsbetriebe pro Jahr rund 2 Prozent beträgt, können wir den notwendigen Strukturwandel sozial verträglich gestalten. Die Öffnung der Agrarmärkte muss schrittweise und nicht überstürzt erfolgen.Alex Schneider, Küttigen AG

Auch wenn es nicht 20 Milliarden, wie von Avenir Suisse errechnet, sondern ein paar Milliarden weniger sein sollten, mit denen der Steuerzahler, der Konsument, die Hotellerie unter anderem unsere Landwirtschaft unterstützten, so steht zweifelsfrei fest, dass wir uns unseren Bauernstand sehr, sehr viel kosten lassen. Für das viele Geld dürfte man eigentlich eine vorbildliche Gegenleistung erwarten. Leider ist dies nicht der Fall. Gut möglich, dass mit den bevorstehenden Abstimmungen unsere Landwirtschaftspolitik kräftig umgepflügt wird.Martin Liechti, Maur ZH

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