«Leider haben wir zunehmend Egoisten auf unseren Alpen»

Die Reaktionen der Leser.

«Es gäbe andere Massnahmen als ein Verbot von Schutzhunden», schreibt Cornelia Boss aus Rapperswil-Jona. Foto: Fabian Biasio

«Es gäbe andere Massnahmen als ein Verbot von Schutzhunden», schreibt Cornelia Boss aus Rapperswil-Jona. Foto: Fabian Biasio

Kündigung für Schutzhunde
SonntagsZeitung vom 10. Juni 2018

Es gäbe andere Massnahmen als ein Verbot von Schutzhunden, um Wanderer und deren Hunde zu schützen. Das Problem ist mir aus eigener Erfahrung bekannt. Mein schlimmstes Erlebnis hatte ich allerdings mit Kühen, die auf einem Wanderweg auf einer völlig unwegsamen Alp lagen und (sehr behornt) keineswegs zu weichen gedachten. Mutterkühe, die ihre Kälber verteidigen, sind furchterregend – und ihnen auszuweichen, ist meist schlicht ein Ding der Unmöglichkeit. Mein Vorschlag: Nicht die Tiere einzäunen, sondern die Menschen! Sehr wichtig wäre generell, dass die Achtung vor der Leistung, die spezialisierte Hunde für uns Menschen vollbringen, wieder zunehmen würde. Dass man Hunden mit Achtung und Respekt begegnet und sie nicht wie Monster behandelt.
Cornelia Boss, Rapperswil-Jona SG

Ich bin seit 35 Jahren Schafhirt aus Leidenschaft. Vor sechs Jahren habe ich in einer Nacht 27 Schafe verloren – auf das Übelste zugerichtet von einer Wölfin. Das Bild hat sich in mein Herz gebrannt. Seither bewachen zwei Maremmano-Abruzzesen meine Herde im Wandergebiet. Mir wurde das Leben schwer gemacht von unverbesserlichen Wanderern. Mir wurden sogar von der Staatsanwaltschaft die Herdenschutzhunde konfisziert. Ich habe mich gewehrt, mit Erfolg, und hatte meine zwei Bewacher nach sieben Tagen wieder auf der Alp. Leider haben wir zunehmend Egoisten und Besserwisser auf unseren Alpen, die gleichzeitig Wolfsfreunde sind und unseren Herdenschutz bekämpfen. Es gibt keine bösen Hunde, nur böse und sture Menschen.
Paul Bähler, Uetendorf BE

Das engmaschige Denken derjenigen, die ein Verbot der Schutzhunde anstreben, sollte verboten werden – und nicht die Hunde. Es ist ja erwiesen, dass die Hunde der beste Schutz sind für die Schafe, was will man noch mehr? Lärmschutzwände aus Glas oder Beton wie an den Autobahnen?
Beatrice Landert, Zollikerberg ZH

Seite 4 der SonntagsZeitung, und ich bin bereits stocksauer! Sollen doch die Touristen, die nicht wissen, was ein Herdenschutzhund ist, mit ihren Bergschuhen im Fit-nesscenter auf dem Laufband in der Stadt herumtrampeln – aber nicht in unseren Alpen! So blöd darf man doch nicht sein, einen Hund bei der Arbeit zu stören.
Ursula Minder, Bern

Bundespräsident Berset plant brisante Russland-Reise
SonntagsZeitung vom 10. Juni 2018

Da wird sich Putin ja schön ins Fäustchen lachen, wenn es sich gleich drei Vertreter unserer Landesregierung nicht nehmen lassen, sein Land während der Fussball-WM zu besuchen. Damit werden unsere Bundesräte unweigerlich Wasser auf die Mühlen der russischen Propaganda giessen – etwas vom wenigen, das im Lande Putins überhaupt noch funktioniert.
Peter Schuppli, Wädenswil ZH

Es gibt nichts Demokratischeres als einen Kuhhandel
SonntagsZeitung vom 10. Juni 2018

Offenbar haben die durch das Volk gewählten Politiker nicht den Mut, die Steuerreform und die Reform der Altersvorsorge einzeln vorzulegen und die Stimmbürger von der Notwendigkeit und dem Inhalt der Reformen zu überzeugen. Dieser falsche Kuhhandel, auch wenn er politisch nachvollziehbar ist, gehört an den Absender zurückgeschickt.
Yves Müller, Zuchwil SO

Das unappetitliche Ende eines italienischen Gastspiels
SonntagsZeitung vom 10. Juni 2018

Dass über 1000 Angestellte sich auf Jobsuche machen müssen, tut mir sehr leid. Nur: War vor eineinhalb Jahren eine Schweizer Firma bereit, die serbelnde Charles Vögele zu übernehmen? Die OVS, die meines Wissens in Italien gut dasteht, hat es riskiert. Es ist schiefgegangen, aus welchen Gründen auch immer. Der endgültige Untergang der Charles Vögele wurde um ein Jahr hinausgezögert, sonst hätten die Angestellten ihre Arbeit einfach ein Jahr früher verloren. Dies jetzt auf «typisch Italiener», Klischees hin oder her, zu schieben, ist – gelinde gesagt – fragwürdig.
Rosie Quadranti, Volketswil ZH

Bund Fokus SonntagsZeitung vom 10. Juni 2018

Kann sich die Redaktion der SonntagsZeitung vorstellen, dass es unter den Lesern eventuell auch noch welche gibt, die mit Fussball nichts, aber auch gar nichts am Hut haben? In der letzten Ausgabe wurde der Bund «Fokus» einmal mehr für den Sport missbraucht. Diesmal ganze 14 Seiten (!) zum Thema Fussball. Und das neben dem Bund «Sport», der nochmals 10 Seiten umfasste. Ich war der Meinung, ich hätte eine SonntagsZeitung abonniert, nicht eine Sportzeitung.
Max Bürgis, Weiningen ZH

Willkommen in Klein-Monaco
SonntagsZeitung vom 10. 6. 2018

Das einzige Elektroauto mit Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft ist das Putschi-Auto.
Angelo Kleinhans, Ennetbürgen NW

Postfinance sucht nach Gold
SonntagsZeitung vom 10. Juni 2018

Die SonntagsZeitung berichtet immer wieder journalistisch objektiv über die Baustellen der Post: Postauto-Skandal und Postfinance-Ertragsprobleme werden ausgeleuchtet. Nun ist endlich auch die Postchefin, Susanne Ruoff, entlassen worden. Sie hatte – trotz eines Salärs von 1,2 Millionen Franken – den gelben Riesen nicht im Griff. Bitter für Bundesrätin Doris Leuthard: Trotz der von ihr geforderten Frauenquote musste sie eine gescheiterte Vorzeigemanagerin entlassen. Längst fällig ist auch die ehemalige Panalpina-Chefin und heutige SBB-Verwaltungsratspräsidentin Monika Ribar, die nach den «Paradise Papers»-Berichten über ihr Angola-Projekt angeschlagen und unglaubwürdig ist. Es gibt genügend fähige Frauen, die für kleinere Löhne mit Freude Führungsjobs in Bundesbetrieben übernehmen könnten.
Roger E. Schärer, Feldmeilen ZH

Bürohr
SonntagsZeitung vom 10. Juni 2018

Besagter Gast, der sich im Natur- und Tierpark Goldau darüber mokierte, dass man an den dortigen Imbissständen nur Bargeld akzeptiert, hat einige wichtige Aspekte ausser Acht gelassen. Direktorin Anna Baumann hat den Tierpark endlich wieder auf eine gesunde finanzielle Basis gebracht. Sie versteht also durchaus etwas vom «modernen Wirtschaftsleben». Und wie wäre es, wenn man vorher fragt, ob Kreditkarten akzeptiert werden und nicht erst die Karte zückt, wenn einem die Ware bereits ausgehändigt worden ist?
Alexander Beuth, Schwerzenbach ZH

Haben Sie einen Bullshit-Job?
SonntagsZeitung vom 10. Juni 2018

Alle, die finden, sie hätten einen Bullshit-Job, sollen die Kündigung einreichen. Es gibt genug Stellenlose, die sehr gerne wieder arbeiten würden, aber aus verschiedenen Gründen nichts finden. Viele Arbeitslose würden sicher von Herzen gerne einen Job annehmen, den jemand anders für «Bullshit» hält. Denn man muss nicht arbeiten gehen, sondern man darf arbeiten gehen – und man kann froh sein, eine Arbeit zu haben in der heutigen Zeit.
Daniel Zollinger, Uster ZH

Telecomfirmen machen bei Standardtarifen Kasse
SonntagsZeitung vom 10. Juni 2018

Noch eine Negativmeldung der Swisscom, diesmal an die treue Festnetzfreundschaft: Ab 1. Juli können im Festnetz keine SMS mehr geschickt, beziehungsweise empfangen werden. Ein Grund wird nicht angegeben, es wird einfach eingestellt damit auch wirklich alle ein Mobiltelefon benötigen.
Barbara Rudolf, Bremgarten AG

Dr. med. Online
SonntagsZeitung vom 10. Juni 2018

Was spricht eigentlich dagegen? Ohne Lust auf Sex würden die Menschheitsprobleme wie Überbevölkerung, Abtreibungen, Vergewaltigungen, Völkerwanderungen sprich Flüchtlinge auf einen Schlag behoben. Ohne Sex zu leben ist befreiend und macht ungeahnte Kräfte frei. Ausprobieren lohnt sich.
Annemarie Fariña-Hirzel, Altdorf UR

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