Zum Hauptinhalt springen

«Offensichtlich hat Herr Branson kein Fachwissen zu dem Thema»

Die Reaktionen der Leser.

«Aber was wäre, wenn alle Menschen, die eine Million haben, aufhörten, nach mehr zu streben?», so lautet die Meinung eines Lesers. Bild: Norman Konrad
«Aber was wäre, wenn alle Menschen, die eine Million haben, aufhörten, nach mehr zu streben?», so lautet die Meinung eines Lesers. Bild: Norman Konrad

Wer sich integriert – und wer sich isoliert SonntagsZeitung vom 13. Januar 2019

Danke für Ihren Artikel. In Bezug auf das Integrationsproblem wird nicht erwähnt, dass Migranten, Secondos, Terzos und Schweizer nicht persönlich gefragt werden, ob sie in der Gesellschaft teilnehmen beziehungsweise sich integrieren möchten. Das ist unpersönlich und unfreundlich. Es gehört zur Erziehung einer erwachsenen Person, dass sie lernt zu fragen, wenn sie etwas von anderen will. Weiter wird im Artikel kein gemeinschaftliches Ziel angesprochen, an dem sich Menschen, die sich integrieren wollen, orientieren können. Die Personen sollten gefragt werden, ob sie zusammenleben möchten, um somit gemeinsam aufzupassen, besser Gefahren zu erkennen und Chancen zu ergreifen. Dass Menschen lernen besser aufzupassen, ist nicht erwünscht, weil sie dann nicht mehr leicht zu manipulieren sind. Wieso sollten sich Menschen in die Gesellschaft integrieren, wenn nicht einmal ein gemeinsames Ziel formuliert wurde, für das sie gemeinsam kämpfen wollen. Erst wenn ein äusserer Feind auftaucht, wird zusammengenhalten.Alex Calliari, Steinhausen ZG

Im Klartext: Vor allem die Muslime isolieren sich, überdurchschnittlich viele werden straffällig bei Gewaltverbrechen, und wir Schweizer sind daran selber schuld, beziehungsweise die meisten Politiker und Politikerinnen. Nach dem Balkankrieg schickte man die Menschen nicht zurück, wie man das dem Volk versprochen hatte, sondern baute eine gigantische Integrationsindustrie auf. Erfolgreich sorgen seither unzählige Betreuer und andere «Fachleute» sowie massenhaft Übersetzer für gutes Geld (vom Steuerzahler) dafür, dass die Migranten ohne Gegenleistung ein gutes und bequemes Leben führen können, und sichern sich so ihre Arbeitsplätze. Ungarn, Tschechen, Vietnamesen und auch den Tamilen hat man es nicht so einfach gemacht, und gerade dadurch haben sie sich viel besser integriert. Es wäre durchaus möglich, integrationsunwillige Familien auszuweisen oder ihnen die Unterstützung zu verweigern. Wer anderseits heute den Schweizer Pass erhält, hat sich bereits um Integration bemüht. Hier gibt es nichts zu vereinfachen.Hans Ulrich Bigler, Lauperswil BE

Zu diesem Thema hat Professor Baier mit seinem Team eine grosse Studie mit einer Befragung von 8300 Jugendlichen von 595 Schulklassen verfasst. Mich ärgert es sehr, wenn Forscher Studien mit klar vorhersehbaren Resultaten auf Kosten der Steuerzahler durchführen. Es ist doch jedem Primarschüler völlig klar, dass sich Jugendliche aus anderen Kulturkreisen in der Schweiz sehr viel schlechter integrieren als etwa Deutsche oder Österreicher. Einzig überraschte, dass sich Portugiesen vergleichsweise schlecht integriert fühlen. Hans Fischer, Wilen bei Wollerau SZ

Integration macht glücklich – genauso wie der Schweizer Pass

SonntagsZeitung vom 13. Januar 2019

Ihr Artikel hat mich begeistert. Endlich erhebt jemand eine Stimme für die Kinder, die sowieso kein Geld haben, um sich einzukaufen. Dafür, dass Eltern, Gross- oder sogar schon Urgrosseltern aus dem Ausland stammen, können sie auch nichts. Meiner Meinung nach wären Kinder viel glücklicher und stolzer auf den Schweizer Pass, wenn sie den bei ihrer Geburt bekämen. Somit würden sie von klein auf nicht als Ausländer gelten und dadurch automatisch integriert. Jana Meyer, Rheinfelden AG

Imm SBB-Lufttaxi vom Bahnhof nach Hause SonntagsZeitung vom 13. Januar 2019

Zuerst kontaktierte ich meinen Kalender: Nein, der 1. April ist noch weit weg. Da stellte sich mir unweigerlich die Frage: Was um Himmels willen rauchen die in der Chefetage der SBB wohl?Markus Wilhelm, Allschwil BL

Die SBB planen fünfsitzige Flugtaxis. Dieses Fachgebiet gehört wahrlich nicht zum Kerngeschäft der SBB. Aufgabe unserer Bahnen sind im Wesentlichen der Personen- und Güterverkehr auf der Schiene sowie die Instandhaltung der umfangreichen Infrastruktur. Wann werden übrigens nebst den störungsanfälligen Bombardier-Doppelstöckern die zum Teil bereits vorhandenen Giruno-Triebzüge von Stadler endlich einmal kursmässig im Streckendienst eingesetzt? Oder sind da die Flugtaxis zuerst bereit?Egon Sommer Winterthur ZH

Wie gefährlich sind berauschte Skifahrer?

SonntagsZeitung vom 13. Januar 2019

Dass die Reaktionsfähigkeit nach einigen Gläsern eingeschränkt ist, ist jedermann klar. Ausgerechnet Suva und Experten der Beratungsstelle für Unfallverhütung winken ab und sind nicht der Meinung, dass die vielen schweren Unfälle auf den Pisten mit dem Alkohol zu tun haben. Auf der Strasse bezweifelt man dies nicht, es ist Nulltoleranz angesagt. Ich arbeitete im Davoser Spital und erlebte die grässlichsten Unfälle. Nicht jeder hatte zu viel Alkohol getrunken, aber trotzdem wusste man bei vielen, dass es so war. Diejenigen, die regelmässig Risikosport betreiben, sollten zusätzlich eine Versicherung abschliessen müssen, wie es bei Ballonfahrern und den Privatfliegern auch der Fall ist. Die Krankenkassen würden so entlastet.Beatrice Landert, Zollikerberg ZH

«Über diesen Markt zu gehen, ist ein Spaziergang durch die Hölle»

SonntagsZeitung vom 13. Januar 2019

Übergewichtige Feriengäste lassen sich auf geschundenen und schlecht gehaltenen Eseln herumtragen. Und in Indonesien ergötzen sich Touristen daran, wie Hunde mit dem Flammenwerfer abgefackelt werden, und essen danach «Hot Dog Indonesian Style». Was sind das für Menschen? Sie sind einfach nur widerlich. Christoph Maurer, Zürich

Tiere werden vor allem in armen und unterentwickelten Ländern schlecht behandelt. Es fehlt dem Homo sapiens an Respekt vor der Kreatur. In diesen Gebieten aber geht es meist auch den Menschen schlecht. Sie müssen ums Überleben kämpfen wie die Tiere. Den «Jö-Effekt» gegenüber dem Tier, wie dies zum Beispiel bei uns der Fall ist, kennt man dort nicht.Hanspeter Schmutz, Basel

Die im Bericht beschriebenen Beispiele von Tierquälereien durch Touristen zeigen deutlich, dass die Diskriminierung von Tieren ein weltweites Problem ist. Gerade in den Ferien sind wir oft so beschäftigt mit trivialem und egoistischem Zeitvertreib, dass uns Missstände gar nicht mehr auffallen. Dabei sollten wir niemals das Unrecht aus den Augen verlieren, das tagtäglich Millionen von Tieren weltweit angetan wird. Renato Werndli, Eichberg SG

Der Süden Europas – und nicht nur Griechenland – hat einen ganz anderen Rapport mit Tieren als der Norden Europas. Ich denke, die grössten Problem sind die enorme Ignoranz der Menschen und die Auffassung, dass ein Tier nur Gebrauchsgegenstand ist. Es braucht viele mutige Vogts, viel Aufklärung, Abbau von uralten Vorurteilen und neue Tierschutzgesetze.Susanna Geser, Biel BE

Sind die Armen faul?

SonntagsZeitung vom 13. Januar 2019

Falls die Arbeitsbedingungen auf den italienischen Gemüsefeldern so schlecht sind, wie dies Milo Rau schildert, ist es wirklich ein unhaltbarer Zustand. Doch statt darüber zu lamentieren, wäre es sinnvoller und nachhaltiger, er würde ehrliche Aufklärungsarbeit unter diesen Migranten leisten. Im Sinne von: Es ist besser, sie kämen gar nicht nach Europa, niemand würde auf sie warten und sie willkommen heissen, sie kämen vom Regen in die Traufe, das Einzige, was sie hier ernten könnten, sei Armut, Elend und Hass. Rolf Hug, Aadorf TG

Kolumnist Milo Rau beschreibt extreme Armut in Süditalien. Geschätzt eine halbe Million Afrikaner «leben im Schlamm, in der Kälte, in Ghettos dahin, nur um auf Tomaten- oder Orangenplantagen für eine Handvoll Euros pro Tag ausgebeutet zu werden.» Nun, die dortige Situation ist Resultat von Entwicklungen, die global und nicht nur lokal in Süditalien wirksam sind. Gernot Gwehenberger, Dornach SO

«Bankenchefs lassen sich nicht aus dem Kloster rekrutieren»

SonntagsZeitung vom 13. Januar 2019

Herr Branson, ein ausgewiesener Fachexperte der Finanzwirtschaft, fordert ein Cyberabwehrzentrum, «denn der Finanzsektor wird immer vernetzter und verletzlicher.» Bisher sei zwar noch nichts passiert, aber «die Gefahr ist hoch». Offensichtlich hat Herr Branson kein Fachwissen zu dem Thema. Tatsächlich ist diese Gefahr nicht in dem Masse existent. Unsere Unternehmen sind in der Regel vor Hackerangriffen ausreichend geschützt. Netzwerke werden nicht von Hackern geknackt, sondern Angestellte mit Zugang zu Daten stehlen diese aktiv oder gehen leichtsinnig mit ihren Passwörtern um. Ein Cyberabwehrzentrum hilft da nichts. Was wir brauchen, ist verantwortungsvoller Umgang mit Daten und Passwörtern durch uns alle. Thomas Tidiks, Lachen SZ

Miserable Mundhygiene in Pflegeheimen SonntagsZeitung vom 6. Januar 2019

Die Mundhygiene bei Bewohnerinnen und Bewohnern von Pflegeheimen ist ein grosses Problem. Durch die zunehmenden Altersgebrechen werden sowohl die häusliche Mundhygiene als auch Zahnarztbesuche mehr und mehr unterlassen. Beim Eintritt in ein Pflegeheim finden sich deshalb häufig stark vernachlässigte Restgebisse und Zahnersatz. Die zahlreichen im Alter eingenommenen Medikamente wie Psychopharmaka, Blutdrucksenker oder Antidepressiva verursachen über ihre Nebenwirkungen eine Verminderung des Speichels, welcher für die Gesunderhaltung der Zahnsubstanz unerlässlich ist. Infolge verminderter Kaukraft und weicher oder pürierter Nahrung bleiben Speisereste und Bakterienbeläge nach jeder Mahlzeit in grosser Menge zwischen den Zähnen und auf den Schleimhäuten liegen. Zahnärztliche Eingriffe und auch nur schon die Mundhygienemassnahmen werden aber gerade von hochbetagten, speziell von dementen, vulnerablen und angstvollen Personen als bedrohlich und als Stress empfunden. Sie müssen deshalb auf dringend nötige Massnahmen beschränkt und im Team mit Pflegenden, oft auch mit Angehörigen evaluiert werden. Die schweizerische Zahnärzteschaft und die Universitätsinstitute verfolgen diese Thematik schon seit den 1970er-Jahren und arbeiten daran, dass jedes Heim in der Schweiz von einer Zahnarztpraxis oder -klinik mit präventiven und kurativen Angeboten betreut wird. Dr. med. dent. Willy Baumgartner, Präsident der Schweizerischen Gesellschaft für Alters- und Special-Care-Zahnmedizin, Zürich

Die Statistik und Untersuchung bezüglich Mundgesundheit betagter Menschen ist erschreckend. Der Artikel zeigt die gravierenden Auswirkungen ungenügender Mundhygiene auf, dies insbesondere in den Institutionen. Einerseits ist die schlechte Mundgesundheit eine Folge des Pflegepersonalmangels, andererseits von mangelndem Fachwissen. Zum Beispiel: Bei demenziell veränderten Personen braucht es viel Vertrauen, Geduld und Zeit, bis sie den Mund öffnen und sich die Zähne pflegen lassen. Wie es im Artikel heisst, sind Massnahmen zur Verbesserung der Mundhygiene betagter, pflegebedürftiger Menschen dringend notwendig. Also mehr Personal, Instruktion, spezifisches Fachwissen zum Beispiel bezüglich Pflege, komplexer Zahnsanierungen. Weiter braucht es regelmässige Unterstützung von Fachpersonen, wie Dentalhygienikerinnen und Zahnärzten. Oder wie wäre es, sogenannte Mundmanagerinnen auszubilden? Brigitta Stahel, Märstetten TG

Reiche wollen hinter Gitter

SonntagsZeitung vom 13. Januar 2019 Im ehemaligen Grenzgebiet Berner-Aargau und habsburgischem Fricktal gibt es öfter den Flurnamen «Gatter». Die damaligen Grenzübergänge waren mit einem Grenzgatter (Gitter) «gesichert». Die Gates am Flughafen haben ja auch zuletzt ein Gatter (Schranke). Vermutlich leitet sich das englische Wort «Gate» vom deutschen Wort «Gatter» ab. Also können wir «Gate Communities» mit «Gatter Gemeinschaft» übersetzen. Pankow, das ehemaligen Regierungs-Viertel der DDR, war so eine Gatter-Gemeinschaft. Westberlin war ja sogar ungewollt eine grosse Gatter-Gemeinschaft (mit Berlin Syndrom). Frau Hillary Clinton lebt (wohnt) auch in einer Gated Community. Die sogenannten Alters-Resorts gehen in die gleiche Richtung. Herr Trump strebt ja nach Grösserem mit seiner Mauer und will aus den USA eine Great-Gated Community machen. Scheinbar ein Trend. Zum Glück sind Trends wie die Pendel bei alten Wand-Uhren. Armin Umiker, Schaffhausen

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch