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Mein Leben, mein Buch

Längst schreiben nicht mehr nur Prominente ihre Autobiografie – woher kommt dieser Wunsch, sein Leben für die Nachwelt festzuhalten?

«Erfahrungsgemäss besitzen viele Menschen im stillen Kämmerlein Aufzeichnungen über ihr Leben», sagt Kulturwissenschaftler Erich Bohli. Illustration: Birgit Lang
«Erfahrungsgemäss besitzen viele Menschen im stillen Kämmerlein Aufzeichnungen über ihr Leben», sagt Kulturwissenschaftler Erich Bohli. Illustration: Birgit Lang

Vom Whistleblower zu den Wechseljahren dauert es bloss einen Klick. Wer beim Onlinehändler Amazon durch die Hitliste der neu erschienenen Autobiografien stöbert, findet das ganze Spektrum dessen, was sich das menschliche Leben an Dramen und Drämchen ausdenkt. Wir erfahren, wie der Ex-Geheimdienstler Edward Snowden durch seine Enthüllungen zum amerikanischen Staatsfeind und wie eine deutsche Youtuberin aus dem Berliner Problemviertel zur Beauty-Influencerin wurde. Wir lesen, wie Thomas Gottschalk seine Liebeskrise und wie eine Fernsehmoderatorin ihre wechseljahrbedingten Hitzewallungen überwand. Woche für Woche beweisen die Bestsellerlisten, dass mit einem interessierten Publikum rechnen kann, wer öffentlich Bekenntnis über sein Leben ablegt.

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