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So sichert die Armee den Luftraum über Davos

Für den Schutz der Teilnehmer am WEF kommen Kampfflugzeuge, Lenkwaffensysteme und Späher zum Einsatz.

Während des Weltwirtschaftsforums (WEF) spannt die ­Luftwaffe einen sogenannten dreischichtigen Schild mit einem Radius von 46 Kilometern über Davos: Zuoberst kreisen bewaffnete F/A-18 Hornets. Die Radarsysteme der Kampfjets erfassen dabei nicht nur die Umgebung in der Luft, sondern vermögen auch in Täler zu spähen. In geringerer Höhe patrouillieren im Sichtflug die Piloten der Beobachtungsflugzeuge PC-7 – diese sind im Unterschied zu den Jets unbewaffnet. Vom Boden aus überwachen verschiedene, fest installierte Radarstationen im ­Gebirge den Luftraum. Sie werden ergänzt von eigens für die Tagung in Davos aufgestellten mobilen Geräten. Hinzu kommen Späher der Armee, die mit Feldstechern und von blossem Auge das Luftbild von ihren Beobachtungsposten aus vervollständigen. Die sogenannte letzte ­Meile – sprich der Raum unmittelbar über Davos – schützt die gefechtsbereite Fliegerabwehr vor feindlichen Angriffen.

Immer wieder kommt es zu unerlaubten Einflügen

Für die Dauer des WEF ist der Luftraum gesperrt, und nur wer über eine Spezialbewilligung der Armee verfügt, darf darin einfliegen. Alle anderen Flugzeuge fängt die Luftwaffe ab und eskortiert sie aus die verbotene Zone heraus. Wer den Anweisungen der Luftpolizei nicht folgt, muss damit rechnen abgeschossen zu werden. Diesen Entscheid fällt Verteidigungsministerin Viola Amherd. Ihr folgt während des WEF ein Verbindungsoffizier auf Schritt und Tritt, der mit der Einsatzzentrale in Dübendorf in Kontakt steht. Er würde Amherd im Ernstfall über die Art der Bedrohung informieren – dieser ist bisher nicht eingetreten.

In den letzten Jahren kam es während des WEF jedoch immer wieder zu unerlaubten Einflügen in den gesperrten Luftraum über Davos, meist geschah dies unabsichtlich.

Pia Wertheimer

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