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Bulgarischer Rekordmeister im St. Jakob-Park bloss Underdog

Der FC Basel kann heute in der Europa League einen grossen Schritt in Richtung 1/16-Finals machen.

Die Vorzeichen stehen gut. Die formstarken "Bebbi" empfangen als Leader der Gruppe E den in der Krise steckenden Letzten CSKA Sofia. Anpfiff ist um 19 Uhr.

Der FC Basel befindet sich bei Halbzeit der Gruppenphase in einer komfortablen Lage. Er führt seine Poule an und darf noch zweimal im eigenen Stadion antreten. Wenn die Equipe von Thorsten Fink heute im St.-Jakob-Park gegen den Aussenseiter gewinnt, wird der Vorsprung auf den 3. Rang vor den letzten zwei Spieltagen mindestens vier Punkte betragen.

Ganz anders präsentiert sich die Situation für den CSKA Sofia. Beim bulgarischen Rekordmeister ging es in den vergangenen zwei Wochen drunter und drüber -- im negativen Sinn. Seit der 0:2-Heimniederlage gegen Basel im "Hinspiel", die die Hoffnung auf das Überwintern im Europacup praktisch zerstörte, ist der CSKA von der Rolle.

Er musste in der Meisterschaft die Spitzenposition dem von Krassimir Balakov betreuten Tschernomorez Burgas überlassen. Zuerst hatte CSKA zuhause gegen das bescheidene Minyor Pernik die erste Niederlage im Championat kassiert (0:3), dann bei Litex Lovetsch ebenfalls verloren (0:2). Schliesslich kam es auch noch zu einem Eklat. Trainer Luboslav Penev suspendierte gleich neun Spieler wegen Eskapaden ausserhalb des Spielfelds (u.a. Alkohol).

Vier Fehlbare wurden mittlerweile begnadigt. Der Brasilianer Marquinhos, Pavel Vidanov und Todor Timonov figurieren sogar im Kader für den heutigen Europa-League-Auftritt. Keine Milde gabs für Goalie Ivan Karadzhov, die Innenverteidiger Ivan Ivanov und Kiril Kotev sowie für die Mittelfeldspieler Yordan Todorov und Svetoslav Petrov. Sie wurden ins Nachwuchs-Team verbannt, was gleichbedeutend mit einer Lohnkürzung ist.

Die Basler kämpfen mit Problemen anderer Natur. Sie haben einige Verletzte und Angeschlagene zu beklagen. Am Wochenende fehlten Costanzo, Carlitos, Da Silva und Marque. Streller wird von Beschwerden an den Adduktoren geplagt, Stocker von den Folgen einer Muskelzerrung am Gesäss. Bei Abraham verschlimmerte sich am Samstag gegen die Grasshoppers (3:1) nach einem harten Einsteigen von Zarate die Verletzung am linken Sprunggelenk. Dies brachte den Argentinier dermassen auf, dass er ausrastete und mit der Roten Karte des Feldes verwiesen wurde.

Abraham wäre heute zwar spielberechtigt, doch ein Mittun ist aus medizinischen Gründen unmöglich. Dieser Ausfall ist besonders ärgerlich, weil der Abwehrrecke am Basler Aufschwung massgeblich beteiligt ist und vor 14 Tagen in Sofia mit dem Doppel-Torschützen Alex Frei zu den Besten auf dem Platz gehört hatte. Rochaden sind darum unumgänglich. Für Abraham dürfte der genesene Ferati oder Cabral in die Bresche springen.

Auf nationaler Ebene ist der FCB seit neun Partien ungeschlagen. Wenn Huggel, Streller, Frei und Co. das Niveau halten, ist ein Ende der Serie nicht in Sicht. Und man muss bezweifeln, dass der CSKA Sofia in der aktuellen Verfassung die Basler gefährden kann.

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