Zum Hauptinhalt springen

«Das wäre uns nicht passiert!»

Wacker-Thun-Captain Jonas Dähler spricht über die Stunden nach dem Cupsieg, und er verrät, wobei sich routinierte Spieler wie er von den jungen Kräften abheben.

Empfang für das Cupsieger-Team auf dem Thuner Rathausplatz.
Empfang für das Cupsieger-Team auf dem Thuner Rathausplatz.
Patric Spahni
Der Captain und der Pokal: Jonas Dähler (rechts) geniesst den Empfang in Thun.
Der Captain und der Pokal: Jonas Dähler (rechts) geniesst den Empfang in Thun.
Patric Spahni
Roman Caspar, links, und Gabriel Felder gegen Schaffhausens Dimitrij Küttel.
Roman Caspar, links, und Gabriel Felder gegen Schaffhausens Dimitrij Küttel.
Marcel Bieri, Keystone
1 / 14

Das halbe Dutzend ist voll. Ihren 6. grossen Titel feierte Wackers Nummer 6 mit den Thunern am Sonntag, erstmals durfte Jonas Dähler als Captain den Pokal stemmen. 30:25 nach Verlängerung schlugen die Berner Oberländer im Cupfinal ihren Erzrivalen Kadetten Schaffhausen, auch dank den fünf Treffern des abermals sehr effizienten Rechtsflügels. Der 29-jährige Physiotherapeut äussert sich einige Tage nach dem Coup und kurz vor dem Finalrundenspiel morgen in Winterthur zu...

… der Partie in Gümligen:

«Wir setzten auf unsere Tugenden, spielten mit sehr viel Leidenschaft, und wir glaubten auch dann an uns, als wir mit mehreren Toren in Rückstand lagen. Jeder lieferte, als es ihn brauchte; keiner erwischte einen schlechten Tag. Die Ambiance war fantastisch. Dass wir von einem Grossteil des Publikums unterstützt wurden, beflügelte uns.»

… der Vorbereitung:

«Es war wichtig gewesen, dass wir uns gegen Suhr ein gutes Gefühl geholt hatten. Nach dem Abschlusstraining am Vortag assen wir gemeinsam am See zu Mittag. Einige Spieler hatten das organisiert. Wir machen solche Dinge öfters. Derlei Aktionen stärken das Gemeinschaftsgefühl.»

… der Empfangnahme des Pokals:

«Es fühlt sich wahnsinnig gut an, gemeinsam einen Titel zu feiern. Dass ich als Captain die Trophäe als Erster stemmen durfte, war Nebensache. Ich betrachtete mich als Überbringer des Pokals – mehr nicht.»

… den Feierlichkeiten:

«Wir wurden im Rathaus empfangen, Stadtpräsident Raphael Lanz beglückwünschte uns und rief eine Freinacht aus. Es war bemerkenswert, was die Leute von der Stadt an einem Sonntagabend innerhalb kürzester Zeit auf die Beine gestellt hatten. Nach dem Apéro feierten wir in der Café-Bar Zentral, wo wir Stammgäste sind. Wir älteren Spieler hatten vorgesorgt und uns für den Montag frei genommen. Ein, zwei jüngere Teamkollegen mussten da Verpflichtungen wahrnehmen, arbeiten oder eine Präsentation halten. Das wäre uns Routiniers nicht passiert – da trennt sich die Spreu vom Weizen!» (lacht)

… den Problemen in den Wochen davor:

«Der Handball war während der schwierigen Phase (Wacker verlor fünf Spiele in Folge; die Red.) im Alltag noch ein bisschen präsenter, als er dies ohnehin ist. Du hinterfragst dich, du überlegst, was du tun könntest, damit es wieder funktioniert. Das waren harte Tage und Wochen für alle. Und uns ist bewusst, dass nun nicht auf einmal alles perfekt ist, auch wenn wir ein grosses Ziel erreicht haben.»

… der Fähigkeit, in grossen Partien zu liefern:

«Wir wissen, was wir in solchen Momenten machen müssen, damit wir Erfolg haben werden. Es ist super aufgegangen.»

… dem Duell gegen Winterthur:

«In der Vergangenheit haben wir es stets verstanden, einen Titelgewinn während einiger Tage zu geniessen, den Fokus dann aber sofort auf das zu richten, was kommen wird. Ich bin also zuversichtlich. Von einem schnellen Match ist auszugehen. Pfadi setzt nach dem Abgang von Roman Sidorowicz noch stärker auf das Tempospiel.»

… dem Rest der Saison:

«Die Ziele liegen auf der Hand: die drei restlichen Finalrundenspiele gewinnen, sich damit eine gute Ausgangslage für das Playoff schaffen und dort reüssieren.»

… dem Transfer von Lukas von Deschwanden:

«Lukas ist ein Freund von mir, wir tauschen uns oft aus. Dass er im Sommer zu uns zurückkehren würde (von Deschwanden verlässt Stuttgart und wechselt zu Chambéry; die Red.), war kein Thema. Ich habe ihn auch nicht darauf angesprochen: Er weiss, dass er hier immer willkommen ist.»

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch