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Yakins Entscheid

Thun-Trainer Murat Yakin ist zufrieden mit den ersten Auftritten des Teams. Und er hat Luis Calapes in den Nachwuchs verbannt.

Es herrscht grosse Zufriedenheit beim FC Thun in diesen Tagen. Am Freitag wurde den Oberländern mit dem Basler Zweitligisten Amicitia Riehen eine einfache Aufgabe für die erste Hauptrunde im Schweizer Cup zugelost. Und dass die 1:0-Führung gegen Vaduz am Mittwoch in der letzten Minute verspielt wurde, führte bei Trainer Murat Yakin und Sportchef Andres Gerber nicht zu Kopfzerbrechen. «Die Mannschaft zeigte gegen einen starken Gegner eine überzeugende Leistung», sind sich die beiden einig. Nach zwei Siegen zum Saisonstart kam Thun zuletzt gegen Biel und Vaduz jeweils zu einem Unentschieden. Trotzdem sagt Yakin: «Mit acht Punkten sind wir im Soll.»

Vor leichteren Aufgaben

Der Trainer will sich weiter an der Tabellenspitze orientieren. Heute fahren die drittplatzierten Thuner nach Lausanne (Rang 11), wo sie um 18.30 Uhr auf der Pontaise antreten. Eine Woche später empfangen sie im Lachenstadion Stade Nyonnais, das erst einen Punkt gewonnen hat. Mit Genugtuung nimmt Yakin wahr, «dass die Organisation auf dem Platz schon ganz gut klappt. Die Mannschaft beginnt meine Philosophie zu begreife».

Calapes auf Klubsuche

Luis Calapes wird die Reise nach Lausanne nicht antreten. Wie am Mittwoch gehört der Aussenverteidiger nicht zum Aufgebot. Der 31-Jährige, der die ersten drei Saisonspiele bestritt, wurde von Yakin in den Nachwuchs zurückversetzt und trainiert mit der U21-Equipe. «Sportliche Gründe führten zum Entscheid», sagt der Trainer. Calapes erfülle die Anforderungen nicht. Auf der linken Abwehrseite kommt nach überstandener Knöchelverletzung der 18-jährige Andreas Wittwer zum Zug.

Calapes versucht mit seiner Ausbootung so professionell umzugehen wie möglich, «aber es ist eine schwierige Situation», sagt er. Der Routinier hat seinen Berater beauftragt, einen neuen Verein zu suchen. Bleibe die Suche erfolglos, müsse er seinen Vertrag, der noch bis Saisonende läuft, wohl oder übel aussitzen, sagt Calapes. Er fügt aber an: «Im Fussball weiss man nie: Plötzlich braucht mich die Mannschaft. Dann werde ich bereit sein.»

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