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Zufriedenheit und ein Entscheid

Vor dem Spiel heute in Lausanne (18.30 Uhr, Pontaise) erkennt Thun-Trainer Murat Yakin seine Handschrift immer besser. Er hat den ersten harten Personalentscheid gefällt und Luis Calapes in die U21 zurückversetzt.

Es herrscht grosse Zufriedenheit beim FC Thun in diesen Tagen. Am Freitag wurde den Oberländern mit dem Basler Zweitligisten Amicitia Riehen eine einfache Aufgabe für die erste Hauptrunde im Schweizer Cup zugelost. Und dass die 1:0-Führung gegen Vaduz am Mittwoch in der letzten Minute verspielt wurde, führte bei Trainer Murat Yakin und Sportchef Andres Gerber nicht zu Kopfzerbrechen. «Die Mannschaft zeigte gegen einen starken Gegner eine überzeugende Leistung», sind sich die beiden einig. Nach zwei Siegen zum Saisonstart kam der FC Thun zuletzt gegen Biel und Vaduz jeweils zu einem Unentschieden. Trotzdem sagt Yakin: «Uns fehlte am Mittwoch ein wenig das Glück, aber wir sind in Schwung.» Mit acht Punkten sieht der 34-Jährige seine Mannschaft im Soll, «vor allem wenn man das schwierige Startprogramm berücksichtigt». Mit Yverdon (3. der Vorsaison), Lugano (2.), Biel (5.) und Absteiger Vaduz waren die Aufgaben anspruchsvoll. «Dennoch sitzen wir Leader Lugano und dem ambitionierten Winterthur im Nacken», stellt Yakin fest.

Vor leichteren Aufgaben

Der Trainer will sich weiter an der Tabellenspitze orientieren. Die Voraussetzungen sind gut – die nächsten Gegner scheinen etwas einfacher zu bezwingen sein. Heute fahren die drittplatzierten Thuner nach Lausanne (Rang 11), wo sie um 18.30 Uhr auf der Pontaise antreten. Eine Woche später empfangen sie im Lachenstadion Stade Nyonnais, das bisher erst einen Punkt gewonnen hat.

Mit Genugtuung nimmt Yakin wahr, dass die Spieler seine Vorstellungen je länger, umso besser umsetzen. «Die Organisation auf dem Platz klappt schon ganz gut. Die Mannschaft beginnt meine Philosophie zu begreifen.» Vor dem Spiel heute fragt er sich einzig, wie sich die Spieler vom Spiel unter der Woche erholt haben. Voraussichtlich wird er sich für die eine oder andere Veränderung in der Startformation entscheiden. Der gegen Vaduz gesperrte Stefan Glarner dürfte auf der rechten Seite auflaufen. Er würde den Platz von Erhan Kavak einnehmen, der gegen die Liechtensteiner «seine defensiven Aufgaben gut wahrgenommen hat, in der Offensive aber unglücklich agierte», wie Yakin sagt. Mit Jocelyn Roux könnte er Pape Omar Faye zudem im Angriff einen Sturmkollegen zur Seite stellen. Und der Trainer verspricht Stephan Andrist, der nach langer Verletzungspause zurückgekehrt ist, einen weiteren Teileinsatz.

Luis Calapes in der U21

Luis Calapes hingegen wird die Reise ins Waadtland nicht antreten. Wie am Mittwoch gehört der Aussenverteidiger nicht zum Aufgebot. Der 31-Jährige, der die ersten drei Saisonspiele bestritt, wurde von Yakin in den Nachwuchs zurückversetzt und trainiert mit der U21-Equipe. «Sportliche Gründe veranlassten mich zu diesem Entscheid», sagt der Trainer. Calapes erfülle die Anforderungen nicht. Das habe er dem Spieler so mitgeteilt. Auf der linken Abwehrseite kommt nach überstandener Knöchelverletzung der 18-jährige Andreas Wittwer zum Zug.

Luis Calapes versucht mit seiner Ausbootung so professionell umzugehen wie möglich, «aber es ist eine schwierige Situation», sagt er. Der Routinier, der seit April 2008 für Thun spielt, hat seinen Berater beauftragt, einen neuen Verein zu suchen. «Wir werden ihm keine Steine in den Weg legen», sagt Sportchef Gerber. Bleibe die Klubsuche erfolglos, müsse er seinen Vertrag, der noch bis Saisonende läuft, wohl oder übel aussitzen, sagt Calapes. Er fügt aber an: «Im Fussball weiss man nie: Plötzlich braucht mich die Mannschaft. Dann werde ich bereit sein.»

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