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«Der SCB hat uns noch ein bisschen geholfen»

«Unser Spiel in Bern war schlecht», sagt SCL-Tigers-Captain Fabian Sutter. Der SCL kam von der guten Linie der letzten Wochen ab.

Der Auftritt der SCL Tigers in Bern hatte nichts mit den sechs vorhergehenden Einsätzen zu tun. Nach dem 0:1 war die halbe, nach dem 0:2 in der 7.Minute praktische die ganze Luft draussen. Was war los? Fabian Sutter: Das war so. Ich denke nicht, dass Bern besonders gut war; wir waren einfach schlecht.

Haben sich die SCL Tigers aus Dank dafür, dass der SCB dem SCL bis auf weiteres Reto Kobach ausleiht, derart vorführen lassen? Nein, wir haben total unter unseren Möglichkeiten gespielt. Vielleicht wollten wir es nach der unnötigen Niederlage gegen die ZSC Lions zu gut machen.

Negativ waren unnötige Strafen in der offensiven Zone. Ja, und Bern hat diese clever ausgenützt. Die 0:3-Hypothek nach dem ersten Drittel wog zu schwer. Wäre das erste Drittel anders verlaufen, wäre auch das Spiel anders gelaufen.

Dafür haben die Tigers im 3. Drittel drei spezielle Tore erzielt. Hat das ein wenig entschädigt? Nicht wir haben die Tore erzielt – der Gegner war es (lacht). Der SCB hat uns noch ein bisschen geholfen.

5 Niederlagen in Folge, 5 Siege in Serie und zuletzt eine unnötige und eine klare Niederlage – wo stehen die SCL Tigers? Der Unterschied zwischen den Spielen, die wir gewonnen und verloren haben, war nicht gross. Es sind nur kleine Dinge, die den Ausschlag geben. Wenn wir 60 Minuten konzentriert und solid spielen, gewinnen wir in der Regel auch. Ich habe keine Angst.

Gehen Sie mit einem guten Gefühl in die folgende Pause? Hätten wir die letzten zwei Spiele gewonnen, würde die Frage lauten: Kommt die Pause zum falschen Zeitpunkt? Eine Pause tut eigentlich immer gut. Danach müssen wir dort weiterfahren, wo wir aufgehört haben – beim letzten Drittel in Bern, das wir gewonnen haben.

Auf eigenem Eis gibt es im Hinblick auf den weiteren Saisonverlauf noch reichlich Potenzial zur Steigerung. Die SCL Tigers sind das schwächste Heimteam. Wenn es anders wäre, liefe es vielleicht auswärts weniger gut. Letztlich ist es egal, wo man die Punkte holt, Hauptsache man holt sie. Aber es ist ganz klar so, dass wir uns zu Hause steigern müssen. Das wird kommen.

Ist es möglich, dass sich die Hierarchie im Kanton Bern eines Tages verschiebt? Sicher kann man auch im Dorfklub Langnau Grosses vollbringen. Allein in der NLA zu spielen ist sensationell. Aber die Mittel sind beschränkt. Diesbezüglich eröffnen sich einem SCB, der im ganzen Land ein Vorzeigeklub ist, ganz andere Möglichkeiten.

Anderseits ist der Playoff-Viertelfinal immer wieder einmal Endstation für den SCB. Alles kann man auch nicht mit Geld kaufen, das ist so. Das ist ja das Schöne am Sport. Teamgeist und Einstellung müssen auch stimmen.

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