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Reto Kobach: «Ich brauche Spielpraxis»

Reto Kobach wechselt sofort vom SCB zu den SCL? Tigers. In Bern sah er keine Chance mehr, regelmässig zu spielen.

Wie ist es zu Ihrem schnellen Wechsel vom SCB zu den SCL Tigers gekommen?

Reto Kobach: Zusammen mit Thomas Ziegler sind wir neun Verteidiger. Ich war deshalb in den letzten Runden meist überzählig und habe kaum mehr gespielt. Deshalb habe ich das Gespräch mit dem Klub und nach einer Lösung gesucht.

Der Anstoss zum Wechsel kam also von Ihnen?

Ja. Ich möchte wieder regelmässig spielen. Ich brauche Spielpraxis, um aus meinem aktuellen Tief herauszufinden. Ich sehe bei den Tigers die grösseren Chancen als beim SCB, die nötige Eiszeit zu erhalten. Ich denke, Langnau ist für mich eine gute Wahl. Das Team möchte endlich einmal das Playoff erreichen. Ich hoffe, dass ich einen Teil dazu beitragen kann.

Waren noch andere Klubs an Ihnen interessiert?

Ja. Ambri wollte mich zurückholen. Es hat sich ja schon im letzten Winter um mich bemüht. Daneben gab es noch zwei, drei weitere Interessenten. Langnau war auch deshalb die beste Wahl für mich, weil ich meine Wohnung in Bern behalten kann. Meine Kinder gehen hier zur Schule und in den Kindergarten.

Gemäss Abmachung kann Sie der SCB jederzeit zurückholen?

Das ist so. Falls sich ein oder mehrere Verteidiger verletzen sollten, muss ich zurück nach Bern. Das ist für mich aber auch kein Problem. Momentan aber gehe ich davon aus, dass ich die laufende Saison bei den Tigers beenden werde. Was danach kommt, ist noch offen. Im Prinzip läuft mein Vertrag mit dem SCB noch eine weitere Saison.

Nach einer schwierigen ersten Saison haben Sie sich im letzten Winter beim SCB scheinbar durchgesetzt und Ihren Vertrag verlängert. Warum sind Sie nun wieder in ein Loch gefallen?

Das ist schwer zu sagen. In den letzten Tagen ist viel in meinem Kopf vorgegangen. Ich bin ins Grübeln geraten. Ich muss wieder zur Ruhe finden. Vielleicht kann ich dann mein Potenzial ausschöpfen.

Hat Ihnen das Vertrauen von Coach John Van Boxmeer gefehlt?

Ich mache dem Coach keinen Vorwurf. Er hat mir meine Chance gegeben. Ich konnte sie aber nicht packen. Woran das lag, weiss ich selber nicht. Ich hoffe, der Wechsel hilft mir, wieder Fuss zu fassen. Wichtig ist nun, mich so schnell als möglich im neuen Team zu integrieren.

Trotzdem: Sie kamen vor zwei Jahren als Nationalspieler von Ambri zum SCB. Warum konnten Sie Ihr Potenzial in Bern kaum je umsetzen.

Schwer zu sagen. Ich war in Ambri der einzige Nationalspieler. Ich hatte viel Verantwortung und alle Freiheiten. Beim SCB haben wir vier Schweizer Nationalspieler und darüber hinaus einen starken Ausländer in der Verteidigung. Die Konkurrenz ist ungleich stärker. Ich war mir bewusst, dass es nicht einfach werden würde, mich beim SCB durchzusetzen. Trotzdem habe ich mir das Ganze aber natürlich anders vorgestellt.

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