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Ende einer Ära oder erneute Trendwende?

Das Schweizer Nationalteam steht in Sofia gegen Bulgarien vor den bislang wichtigsten 90 Minuten der aktuellen EM-Kampagne. Nur mit einem Erfolg ist das Comeback in der Gruppe G zu schaffen.

In Bulgarien hat die Schweiz bislang nie verloren. Die positive Serie darf nicht enden. Andernfalls spielt die EM im Osten in der SFV-Planung keine Rolle mehr. Die Mannschaft von Hitzfeld ist an ihrem vierten Spieltag mit dem ersten Knock-out-Spiel konfrontiert: Folgen weitere vier Partien mit Finalcharakter, oder ist frühzeitig alles aus?

Die Fragen sind heute Samstag ab 17.45 Uhr zu klären. Dann ist die Schonzeit für alle abgelaufen. Die selbstbewussten Wortmeldungen der letzten Tage und Stunden zählen nicht mehr. Dem detaillierten Plan muss die richtige Umsetzung folgen. Hitzfeld, der Trainer-Stratege von Weltformat, benötigt dazu die persönliche Höchstform und eine Auswahl, die sich in der Leistungsskala (endlich) wieder der 100-Prozent-Marke nähert.

Einen passiven Auftritt wie zuletzt im Test auf Malta (0:0) oder in Montenegro (0:1) darf sich die SFV-Auswahl unter keinen Umständen leisten. "Wir müssen unbedingt verhindern, dass Bulgarien ins Spiel findet. Darum werden wir den Zweikampf suchen und auch annehmen", umriss Hitzfeld den Plan. In der zentralen Zone des Platzes hat er die Schlüsselstellen den taktischen Vorgaben entsprechend bestückt.

Aber Hitzfeld erwartet nicht nur von der neuformierten "Zentrale" mit Dzemaili/Inler einen Sondereffort: "Das Mittelfeld allein ist nicht entscheidend. Auf jeder Position ist eine Topleistung nötig. Wir müssen eine grosse Solidarität zeigen." Dass in den vergangenen Tagen eine gewisse Anspannung und erhöhte Konzentration spürbar gewesen ist, gibt ihm Zuversicht: "Wir haben die Substanz, Bulgarien schlagen zu können."

Verlieren die Schweizer, endet für sie eine Erfolgsära mit vier EM- oder WM-Endrunden-Teilnahmen in Serie. 1991 waren die Vorzeichen exakt umgekehrt. Damals leitete der SFV mit dem 3:2-Coup eine Trendwende ein.

Die voraussichtlichen Startformationen:

Bulgarien: Michailov; Bamdalovski, Stojanov, Zanev; Stilian Petrov, Ivanov; Manolev, Georgiev, Popov, Delev; Makriev.

Schweiz: Wölfli; Lichtsteiner, von Bergen, Grichting, Ziegler; Behrami, Inler, Dzemaili, Stocker; Streller, Frei.

SR Collum (Scho).

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