6 Szenen einer bizarren Blatter-Pressekonferenz

Von Tsunami bis Schwarzenegger: Ein sichtlich aufgewühlter Sepp Blatter nahm nach dem Urteil gegen ihn vor der Weltpresse Stellung.

Matthias Chapman@matthiaschapman
Adrian Panholzer@Tamedia

1. Start mit Friedensnobelpreisträger In seiner Erinnerung sass heute Nelson Mandela neben Sepp Blatter im Zürcher Restaurant Sonnenberg. Das war, als die Kandidaten für die WM-2010 in Zürich waren. Heute sass der gestrauchelte Fifa-Boss ohne die Lichtgestalt aus Südafrika vor den Medien und versuchte zu erklären, warum er «weiterkämpfen» werde.

«The last time, we had a lot of audience here»

Blatter schliesst an ferne Zeiten an.

In der Twitter-Sphäre wurde der Mandela-Verweis mit Verwunderung und Belustigung aufgenommen.

2. Ein alter Mann gibt sich kämpferisch Er werde kämpfen, sagte Blatter. «Für mich». Und er werde für die Fifa kämpfen. Für einen Kämpfer sieht er allerdings ziemlich müde aus, wie auch in den Sozialen Medien bemerkt wird (siehe Tweet unten).

«Wir werden die Sportjustiz bemühen, um vorwärts zu gehen»

Blatter zeigt Kampfgeist.

3. Menschenrechte für den Fifa-Boss Der Walliser spricht auch von Menschenrechten. Über niemanden könnten Sanktionen ausgesprochen werden, bevor er angehört werde. Und: Dieses erste Urteil – die Suspendierung – hätte einen Tsunami in der Fifa ausgelöst.

«In all countries, where human rights exist»

Die Menschenrechte sollen Blatter helfen.

4. Die Medien hätten ihn vorverurteilt Ein Rundumschlag gegen die Medien gehört dazu: Die Journalisten hätten ihn von Anfang an verurteilt. «Korruption» sei ihm vorgeworfen worden und er müsse dafür die Verantwortung übernehmen.

«I am ashamed»

Nun müssen die Recherchen gegen Blatter herhalten.

5. Mit angeschlagener Gesundheit Relativ kryptisch spricht Blatter über seine jüngsten gesundheitlichen Probleme. Er wolle nicht darüber sprechen, sagte der 79-Jährige. Und trotzdem sagte er dann, ohne dass er am 1. November «grosse medizinische Hilfe» erhalten hätte, würde man nun «nicht hier» sitzen.

«We wouldn't be here today»

Blatter als medizinischer Notfall.

6. Terminator zum Schluss «I’ll be back», sagt Blatter zum Schluss der Pressekonferenz. Arnold Schwarzenegger lässt grüssen.

«Thank you for supporting the Fifa»

Hat Blatter die Journalisten richtig gelesen?

«Es ist noch nicht zu Ende. Ich werde wieder kommen. Am Morgen war ich traurig, jetzt bin ich kämpferisch. Man stellt mich und Michel Platini als Lügner hin. Das geht nicht. Nicht nach 40 Jahren. Das ist respektlos, auch gegenüber der Justiz.» Blatter hat gesprochen.

thunertagblatt.ch/Newsnetz

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