«Wir sind gefordert, dieses Spiel zu gewinnen»

FCB-Trainer Murat Yakin traf gestern in Bukarest seinen alten Teamkollegen Viorel Moldovan. Er erwartet, dass seine Mannschaft heute Steaua besiegt.

«Wir haben unser Spiel bislang in jedem Match gefunden»: Murat Yakin glaubt fest an seine Mannschaft.

«Wir haben unser Spiel bislang in jedem Match gefunden»: Murat Yakin glaubt fest an seine Mannschaft.

(Bild: Keystone)

Ueli Kägi@ukaegi

Gestern Abend lebten am Spielfeldrand des Nationalstadions in Bukarest die Erinnerungen auf. Auf dem Rasen bereiteten sich die Spieler des FC Basel auf den heutigen Champions-League-Match gegen Steaua vor. Daneben diskutierten Murat Yakin und Viorel Moldovan.

Die beiden spielten einst zusammen bei GC, auch in der Champions League. Moldovan ist jetzt Trainer bei Rapid Bukarest, einem Traditionsclub, der nach der vergangenen Saison finanziell ruiniert in die zweite rumänische Liga absteigen musste. Yakin bereitet den FC Basel auf das dritte Champions-League-Gruppenspiel vor und hat nur ein Ziel, wenn sein Team um 21.45 Uhr Ortszeit vor voraussichtlich 30'000 Zuschauern gegen den 24-fachen rumänischen Meister Steaua antritt: den Sieg. Oder in seinen Worten ausgedrückt: «Wir sind gefordert, dieses Spiel zu gewinnen.»

Basel strebt mindestens Rang 3 und das Überwintern in der Gruppe der Europa League an. In Bukarest tritt der FCB als Favorit an, auch wenn er nach dem Auftakterfolg in London bei Chelsea (2:1) im zweiten Match Schalke im St.-Jakob-Park 0:1 unterlag. Steaua hat seine ersten beiden Partien auf Schalke 0:3 und zu Hause gegen Chelsea 0:4 verloren.

Anhand dieser Resultate kann es nicht schlecht sein für Trainer Laurentiu Reghecampf, dass sein Team in der nationalen Liga auf Rang 1 liegt. Und dass Clubbesitzer George Becali, der seine Trainer im Stil Constantins feuert, gerade nicht so nah dran ist am Team. Der 55-jährige Unternehmer und Politiker sitzt im Gefängnis, verurteilt für eine unsauberes Grundstücksgeschäft mit der rumänischen Armee. Und er ist auch dafür verantwortlich, dass Steaua bis 2018 nur auf Bewährung mitspielen kann im europäischen Clubfussball. Die Uefa hatte gegen den Club jüngst wegen Verdachts auf Spielmanipulationen eine Untersuchung eingeleitet.

Yakin findet, Steaua sei in der Champions League bisher «unter Wert geschlagen» worden. Er erwartet nun einen Gegner, der «etwas unternimmt», weil die Rumänen gewinnen müssen, wenn sie noch realistische Chancen auf Rang 3 haben wollen. Yakins Überzeugung ist aber auch, dass der FC Basel profitieren kann von den erwarteten offenen Räumen. Er sagt: «Wir sind im Rhythmus. Wir haben unser Spiel bislang in jedem Match gefunden. Ich weiss, dass meine Mannschaft in der Verfassung ist, diese Partie gewinnen zu können.»

thunertagblatt.ch/Newsnetz

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