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Basel geht als Leader in die Finalissima

Der FC Basel fertigt Neuchâtel Xamax mit 3:0 ab. Im «Final» in Bern genügt dem FCB nun ein Remis zum Gewinn des 13. Titels.

Video: SF.

Das 1:5-Debakel der Berner in Luzern nahmen die Basler gerne zur Kenntnis. Punktgleich, aber mit dem um neun Treffer besseren Torverhältnis treten sie nun am Sonntagnachmittag auswärts zum Showdown an. Trügt der Eindruck nicht, stehen die Bebbi dem vierten Double-Gewinn wesentlich näher als YB dem ersten Titel seit 1986.

Thorsten Fink riskierte vor dem letzten Heimspiel der Saison viel. Mit Benjamin Huggel, Valentin Stocker, Xherdan Shaqiri und Abraham sassen gleich vier vom Stamm zu Beginn nur auf der Ersatzbank; der leicht angeschlagene Samuel Inkoom gehörte nicht einmal zum Aufgebot.

Fink pokerte hoch, aber erfolgreich

Zum einen pokerte der FCB-Coach hoch, andererseits waren zu viele der (nicht eingesetzten) Leader, unter ihnen Huggel, wegen einer möglichen Gelb-Sperre für das entscheidende Spiel gegen YB erheblich vorbelastet.

Die taktischen Erwägungen lohnten sich: Xamax fehlte das Format, um die «zweite» Garnitur Basels zu gefährden - und im fernen Luzern liessen sich die Young Boys ganz nach dem Gusto der formstarken Basler demütigen. Auf dem Weg zum sechsten Heimsieg in Serie genügte dem Favoriten eine solide Leistung. Ein Offensiv- Spektakel wie zuletzt im Cupfinal gegen Lausanne (6:0) benötigte Finks Team zu keinem Zeitpunkt.

Freis als Joker mit Doublette

Mit ihrer wunderbaren Choreo spielte die prall gefüllte «Muttenzerkurve» dem Team noch vor dem Anspiel den ersten Steilpass. Zwei imposante Hände (der Fans) trugen die im Kreis versammelte FCB-Equipe. Die erneut über 30'000 stimmgewaltigen Anhänger trieben das Team zur Verlängerung der rot-blauen Festwochen an.

Spätestens nach Gelaberts 1:0 in der 55. Minute war zu spüren, dass FCB-Euphorie gegen die harmlosen Romands nicht enden würde. Im Gegenteil: Nach Alex Freis Comeback in der Meisterschaft veranstaltete Basel spät sogar noch ein kurzes Schaulaufen. Die Hauptrolle spielte dabei Frei. Der Captain der Nationalmannschaft erhöhte mit seiner Doublette innerhalb von 180 Sekunden auf 3:0.

Der «rote» Carlos Varela, Cagdas' Theater

Vor Jahren spielte Carlos Varela für den FCB. Spuren hinterliess er keine, aber negative Emotionen vermochte der «Agent provocateur» der Liga selbstredend auch im St.-Jakob-Park auszulösen. Zunächst provozierte er die gelbe Karte von Safari - der FCB-Verteidiger fehlt deswegen nun gegen YB. Sekunden vor der Pause sah Varela die x-te rote Karte seiner Karriere.

Nach einer von Costanzo abgefangenen Flanke legte es Varela auf ein zwar harmloses, aber absolut unnötiges Rencontre mit Basels Abwehrchef Cagdas an. Der unbelehrbare Xamaxien touchierte die Kurzhaarfrisur seines Gegenspielers, worauf sich der Türke theatralisch auf dem Rasen wälzte.

Mit der dümmlichen Aktion verschaffte Varela den Einheimischen jenen gewünschten Raum, den sie zuvor gegen die unspektakulären und ultradefensiven Romands nicht vorgefunden hatten. Nach zehn Minuten in Überzahl profitierten die Bebbi ein erstes Mal vom vorzeitigen Abschied Varelas, ehe in der Schlussphase die Zugaben Freis folgten.

Fussball: Schweiz, Axpo Super League

DatumSpielResultat13.05.2010Aarau - Grasshoppers1:4(0:1)13.05.2010Zürich - Sion2:0(1:0)13.05.2010Basel - Neuchâtel Xamax3:0(0:0)13.05.2010Luzern - Young Boys5:1(3:0)13.05.2010St. Gallen - Bellinzona1:2(0:1)RMannschaftSpSUNG:EP1.Basel35245688:46772.Young Boys35252878:4577

3.Grasshoppers352121265:42654.Luzern351671265:5555

5.Sion351391358:56486.St. Gallen351371552:51467.Zürich351281552:55448.Neuchâtel Xamax351171752:5440

9.Bellinzona35742441:9025

10.Aarau35552530:8720

Erstellt: 13.05.2010 22:12 Uhr

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