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Basil Stillhart hat seine Position gefunden

Der St. Galler zeigt beim FC Thun gegen den FC Zürich ungewohnten Offensivdrang und erzielt zwei Tore.

In Jubelpose: Basil Stillhart freut sich über sein 1:0 gegen den FCZ.
In Jubelpose: Basil Stillhart freut sich über sein 1:0 gegen den FCZ.
Walter Dietrich

Als Basil Stillhart zum fünften Mal erzählen soll, wie er sich als zweifacher Torschütze fühle, sagt er mit einem verschmitzten Lächeln: «Ich mache besser nicht mehr so viele Tore, dann kann ich schneller in die Kabine gehen.» Der St. Galler ist sich nicht gewohnt, nach einem Spiel der gefragte Mann zu sein. Nach seiner Leistung gegen den FC Zürich mit zwei Toren innert vier Minuten kann sich der 24-Jährige indes nicht drücken. Er habe einfach Glück gehabt, am richtigen Ort zu stehen, sagt er zum ersten Tor, als der Ball nach einem Schuss Grégory Karlens an Dejan Sorgic abprallte und ihm vor die Füsse fiel. Und beim zweiten Tor hätten ihn seine Teamkollegen schön freigespielt. Marvin Spielmann flankte, Karlen liess den Ball durch.

Stillhart ist ein bescheidener, mannschaftsdienlicher Spieler, den es ärgert, dass die Thuner durch den Penaltytreffer in der Nachspielzeit zwei Punkte verloren. Er sucht die Schuld dafür aber nicht primär bei Schiedsrichter Alain Bieri («Ich habe gehört, dass der Penaltypfiff vertretbar ist.»), sondern bei sich und seinen Teamkollegen. Er erwähnt die Chancen, die sich dem FC Thun in der zweiten Halbzeit noch geboten hätten. «Schade, konnten wir sie nicht nutzen.»

Schneiders Aufforderung

Durch den Ausfall von Captain Dennis Hediger ist Stillhart im defensiven Mittelfeld noch wichtiger geworden. Wobei: Zuletzt wusste er nicht nur durch seine Lauffreudigkeit und sein Zweikampfverhalten zu gefallen, sondern eben auch durch seinen Offensivdrang. Vor zwei Wochen hatte Stillhart gegen GC (1:1) das einzige Tor erzielt. Es war sein erstes in der Super League. «Mir wäre lieber, wenn die anderen Tore machen und wir dafür gewinnen würden.» Seit drei Partien warten die Thuner in der Meisterschaft auf einen Sieg.

Der Trainer habe ihm gesagt, er müsse mehr in den Strafraum gehen, sagt Stillhart. Vor seinem Engagement in Thun hatte er beim FC Wil während zweier Jahre meist als Innenverteidiger gespielt und somit die Offensive vernachlässigen können. Stillhart gibt zu: «Ich habe lange Zeit gebraucht, meine Position zu finden.» Und mit demselben verschmitzten Lächeln fügt er an: «Jetzt mache ich es, glaube ich, nicht so schlecht.»

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