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Bayern steuern auf 800-Millionen-Deal mit BMW zu

Der FC Bayern München und der deutsche Autokonzern planen ab 2025 eine Partnerschaft. Der Rekordmeister würde bei Audi aussteigen.

Noch sind die Bayern mit Audi als Sponsor unterwegs: Franck Ribéry fährt einen Wagen des deutschen Autokonzerns, der an der FC Bayern AG beteiligt ist.
Noch sind die Bayern mit Audi als Sponsor unterwegs: Franck Ribéry fährt einen Wagen des deutschen Autokonzerns, der an der FC Bayern AG beteiligt ist.
Peter Kneffel, Keystone
Doch die Münchner könnten spätestens 2025 bei Audi aus- (so wie ihr Stürmer Thomas Müller im Bild) und bei BMW einsteigen. Der Club und der Autohersteller planen jedenfalls eine Partnerschaft.
Doch die Münchner könnten spätestens 2025 bei Audi aus- (so wie ihr Stürmer Thomas Müller im Bild) und bei BMW einsteigen. Der Club und der Autohersteller planen jedenfalls eine Partnerschaft.
Christian Kunz, Keystone
Der Sponsoringvertrag mit BMW soll dem Club innert zehn Jahren 800 Millionen Euro einbringen. Ob dann auch die Spieler (im Bild Serge Gnabry) davon profitieren, ist noch völlig ungewiss.
Der Sponsoringvertrag mit BMW soll dem Club innert zehn Jahren 800 Millionen Euro einbringen. Ob dann auch die Spieler (im Bild Serge Gnabry) davon profitieren, ist noch völlig ungewiss.
Ulrich Hufnagel, Keystone
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Sportlich befindet sich der FC Bayern München in der laufenden Saison auf Kurs. Die Mannschaft von Trainer Niko Kovac kann alle drei Titel – in der Bundesliga, im DFB-Pokal und in der Champions League – holen. Finanziell steht der Club ebenfalls gut da. In der Saison 2017/18 wurde ein Rekordumsatz von 657,4 Millionen Euro erwirtschaftet, der Gewinn betrug satte 29,5 Millionen Euro.

Geldsorgen dürfte der deutsche Rekordmeister (28 Titel) auch in Zukunft keine haben. Denn die Bayern stehen offenbar davor, eine strategische Partnerschaft mit BMW abzuschliessen. Diese ist ab dem Jahr 2025 vorgesehen. «Beide Seiten haben bereits im letzten Jahr eine Absichtserklärung unterschrieben», wird Bayerns Aufsichtsrat Edmund Stoiber im «manager magazin» zitiert. Der Club würde Audi quasi auf der Strecke lassen und beim Konkurrenten einsteigen. Anders formuliert: Der Münchner Autobauer macht das Rennen vor jenem aus Ingolstadt, sofern die Partnerschaft zustande kommt.

Uli Hoeness hatte bereits im vergangenen Jahr ein gegenseitiges Interesse bestätigt. «Es ist richtig, dass es Gespräche gibt. Ob was daraus wird, werden die kommenden Monate zeigen», sagte der Präsident der Bayern im Dezember.

Wird BMW von Audi ausgebremst?

Das BMW-Sponsoring ist gemäss dem «manager magazin» auf zehn Jahre angelegt. Der Autokonzern würde Audis Anteile (8,33 Prozent) an der FC Bayern München AG übernehmen. Dies hat der frühere bayerische Ministerpräsident Stoiber in BMW-Kreisen bestätigt. BMW wollte die Partnerschaftspläne bislang nicht kommentieren. Offenbar soll ein Vertrag über zehn Jahre (bis 2035) abgeschlossen werden und das Vertragsvolumen über die gesamte Laufzeit 800 Millionen Euro (umgerechnet rund 904 Millionen Franken) betragen, wie auch der deutsche Sport-Informations-Dienst (SID) vermeldet.

Audi hingegen bezog Stellung zu den Plänen der Bayern. Der Konzern ist seit 2011 an der FCB AG beteiligt, und der Sponsorenvertrag läuft noch bis Juni 2025. «Heute und in den kommenden Jahren ist die Partnerschaft mit dem FC Bayern genau das Richtige für Audi, die wir auch weiterhin mit neuen Ideen bereichern werden», teilte der Autohersteller der Münchner Zeitung «tz» mit.

Dass sich die Bayern in sechs Jahren quasi hinter ein anderes Steuer setzen könnten, nimmt der Audi-Konzern sportlich: «In sechs Jahren wird unser Unternehmen vermutlich andere Schwerpunkte haben, und das reicht in alle Bereiche des Unternehmens, auch in die Ausrichtung unserer Sponsoringaktivitäten. Weitere Schritte stehen aus unserer Sicht dann erst im Jahr 2024 an.» Dass mit der Volkswagen-Tochter angeblich momentan Gespräche betreffend einer möglichen vorzeitigen Vertragsauflösung geführt werden, davon will Audi allerdings nichts wissen. Vorerst fährt der FCB also weiterhin mit Audi und das auch gut.

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